Rosenstein-Gymnasium Heubach
 
Monday, March 04, 2024

Fahrt nach Taizé 2014

 
 Internationale Begegnungen beim Kloster Taizé
 
Seit acht Jahren bietet das Rosenstein-Gymnasium kurz vor dem Beginn der Sommerferien eine Fahrt nach Taizé an. Taizé ist ein sehr kleiner Ort in Burgund in Frankreich, in dem es außer einem Kloster nur noch eine kleine romanische Kirche und ein paar alte Häuser gibt. Das Kloster ist allerdings ein ganz besonderes, denn es bietet zwar keine Jahrhunderte alte Traditionen und denkmalgeschützte Gebäude, dafür aber ca. 100 freundliche Brüder aus verschiedenen Konfessionen und vor allem Begegnungen mit Jugendlichen aus der ganzen Welt, die sich vom Geist von Taizé angezogen fühlen und auf dem Hügel eine Woche oder länger mit den Brüdern das Klosterleben teilen wollen.
 
Klosterleben heißt für die Jugendlichen konkret: Schlafen in mitgebrachten Zelten, einfachstes Essen, drei Mal am Tag eine Stunde Gottesdienst, thematische Runden mit den Brüdern und kleine Gesprächsgruppen mit anderen Jugendlichen; aber auch viel Zeit für sich selbst, für die Gemeinschaft in der Reisegruppe und für internationale Begegnungen, sodass gute Laune und eine umfassende Freundlichkeit und Fröhlichkeit die Atmosphäre in Taizé prägen. In den Worten der Reisegruppe von 2007:
„Abends konnten wir beim „Oyak" stets mit den Jugendlichen feiern und viele neue Bekanntschaften machen und am Ende wollte eigentlich keiner so wirklich heim. Was wir von dieser Fahrt behielten war eine überwältigende positive Einstellung, wir waren völlig ausgeglichen, friedvoll und fröhlich als wir zu Hause ankamen und auch jetzt hält dieses Gefühl noch an." 
 

  Taizé ist auf der einen Seite natürlich ein durch und durch christlich geprägter Ort, manche meinen, dass es zur Zeit vielleicht der christlichste Ort ist, den es gibt. Auf der anderen Seite ist Taizé von einer großen Offenheit auch über die Religionsgrenzen hinweg geprägt, sodass immer wieder auch konfessionslose, atheistische oder muslimische Schülerinnen und Schüler mitfahren und mit durchweg positiven Erfahrungen wieder heimkehren. Erstaunlich ist auch, dass vor allem die von den meditativen Taizégesängen und von Stille geprägten Gottesdienste für die Jugendlichen sehr wichtig werden. Meist reichen drei Gottesdienste während des Tages nicht aus, und man geht nachts noch einmal - dann freiwillig - in die Kirche, um mit anderen zu singen, zu beten oder einfach nur still zu sein.