„Politisches Frühstück" mit den Landtagskandidatinnen und Landtagskandidaten am Rosenstein-Gymnasium Heubach.
Von Kira Gaiser (J1)
Dieses Jahr fanden am 8. März die Landtagswahlen für Baden-Württemberg statt. Natürlich ertönten die Wahltrommeln auch hier im Ostalbkreis, denn einer der Kandidaten wird schließlich bald als Landtagsabgeordneter auch für unsere Interessen in den Landtag ziehen.
Damit wir Jugendlichen einen guten Überblick über die verschiedenen Kandidatinnen und Kandidaten der einzelnen Parteien und ihre Standpunkte bekommen konnten, fand am 27. Februar wieder das alljährliche ,,Politische Frühstück” in der Heubacher Stadthalle statt. Eingeladen waren alle Kandidaten der politischen Parteien sowie jeweils ein Jugendvertreter, um mit uns Schülerinnen und Schülern der Heubacher Schulen zu diskutieren. Anwesend waren Tim Bückner - CDU , Martina Häusler - Bündnis 90/-Die Grünen, Nina Eisenman - Die Linke, Ulrike von Streit - SPD, Chris-Robert Berendt - FDP, sowie Günther Rentschar - AFD. Bei Brezeln und Obst tauschte man sich also über die Politik und Parteiprogramme aus.
Nach einer kurzen Ansprache des Heubacher Bürgermeisters, Joy Alemazung, und musikalischer Einstimmung, begannen wir pünktlich um 9 Uhr 30 mit den Diskussionen. Dabei erinnerte der Ablauf an ein „Speed-Dating“: Jeweils eine Politikerin/ein Politiker sowie Jugendvertreterin/Jugendvertreter kam dafür für 10 Minuten an einen Tisch, an dem jeweils ca. 5-7 Schüler saßen. Insgesamt gab es dreizehn Tische mit wissensdurstigen Schülerinnen und Schülern. Aufgrund der wenigen Zeit wurde dann meist auch nicht lange um den „heißen Brei” herum geredet und die Fragen zu zentralen, manchmal auch sensiblen politischen Themen, an die Kandidatinnen und Kandidaten gestellt.
Viele unterschiedliche Standpunkte hörten wir beispielsweise zur Wehrpflicht. Während sich manche Politiker ganz klar für diese aussprachen (CDU), gab es aber auch andere, die eine Wehrpflicht als nicht notwendig und/oder freiheitseinschränkend empfanden und sich weiterhin für einen freiwilligen Dienst einsetzen (Die Linke, FDP).
Zum Thema Klimawandel gab es viele kontroverse Meinungen, die von einer Planung des starken Ausbaus/Förderung erneuerbarer Energien (Die Grünen, SPD, Die Linke) bis zur Behauptung, dass es das Problem des Klimawandels überhaupt nicht gebe (AfD), reichten. Auch wurden Themen wie der Russland/Ukraine-Konflikt, die Immigration und Wohnungsnot hier in Deutschland hinterfragt. Trotz vereinzelt schwieriger Fragen und auch kontroverser Meinungen, diskutierte man (größtenteils) auf Augenhöhe, und jede Politikerin/jeder Politiker, Schülerin oder Schüler bekam die Möglichkeit, ihren/seinen Standpunkt zu erläutern sowie auf andere Meinungen einzugehen. Nach fast zweieinhalb Stunden voller interessanter Gespräche, endete das gemeinsame Frühstück.
Für die einen war es eine erfolgreiche Wahlveranstaltung, für andere vielleicht auch nicht. Wir Schülerinnen und Schüler waren jedenfalls froh, einen so intensiven Austausch mit den Kandidierenden und deren Parteistandpunkten erfahren zu haben.
Denn wir hatten nun wirklich die Möglichkeit, noch einmal gut darüber nachzudenken, welcher Partei wir am 8. März unsere Stimme geben wollen.