Unterstufenchor des Rosenstein-Gymnasiums Heubach und Cappellachor der Ev. Kirchengemeinde Schw. Gmünd in Höchstform
„Ein unvergesslicher Abend für alle Sinne“ – so bezeichnete eine Besucherin die Gemeinschaftsproduktion der beiden Chöre, die das zahlreich erschienene Publikum in allen Belangen zu begeistern wussten.
Das Kindermusical „Nach uns die Sintflut“ aus der Feder von Johannes M. Michel zeigte dabei auf eindrückliche Weise, wie die biblische Geschichte der Arche Noah auf unsere heutige Zeit übertragen werden kann.
Dramaturgisch geschickt beginnt Michel sein Singspiel mit der Warnung Gottes vor dem kommenden Unheil, von einer Schülerin aus der 6. Klasse ausdrucksstark rezitiert. Den anschließenden Bau des Schiffs durch die Familie Noah konnte man dank der imposanten Arche, die Dirk Wegner mit Schülerinnen und Schülern während der vergangenen Projekttage (nach)gebaut hatte, bestaunen. Da wurde jetzt auf der Bühne gehämmert, geschraubt, gemessen, die Kinder zeigten sich hier als eingespieltes Team. Überhaupt war nur zu bewundern, wie alle ihre Rollentexte, die vielen unterschiedlichen Liedstrophen, solistisch und im Chor, auswendig gesprochen und gesungen haben. Das ist bei einer wöchentlichen Probenzeit von einer einzigen Schulstunde nur mit Hilfe von Probenwochenenden und viel Engagement darüber hinaus möglich. Berührend, wie die Bühne, von vielen passenden Requisiten bestückt, zu leben begann, die Schauspieler im Alter von 6 bis 13 Jahren ihre Rollen so authentisch und mit großer Ausstrahlung verkörpert haben, dass sie das große wie kleine Publikum sofort in ihren Bann gezogen haben. Man weiß nicht, welche Details man in dem von Sonntraud Engels-Benz geleiteten und inszenierten Stück zuerst erwähnen soll, die die Handlung so lebendig werden ließen.
Waren es die durch die Kirche schwebenden Vögel (Rabe und Taube), war es der Müll, der auf das Publikum regnete, die Videopräsentation, die unser Verhalten hinterfragte, die Radiowerbung aus den 70-er Jahren, die den Einkauf der Familie Noah untermalte, die fiktive Szene mit Sekretärin, Bürgermeister und Noah, die 3 THW-Männer aus dem Kollegium des Gymnasiums, darunter auch Schulleiter Huber, die grandiosen und mit viel Liebe zum Detail gefertigten Bühnenbilder, die Simona Stark zusammen mit den 5. Klassen erstellt hat oder letztendlich das gute Miteinander der beiden Chöre aus Schwäbisch Gmünd und Heubach, die den Zuhörern mit ihren Stimmen ins Herz gesungen haben?
Sichtlich gerührt und stolz bedankte sich Schulleiter Christoph Huber bei den Akteuren und den vielen Mitwirkenden aus der ganzen Schulgemeinschaft des Gymnasiums: Angehenden Abiturientinnen, Kolleginnen und Kollegen, Eltern, der Technik-AG und sogar ehemaligen Schülern, die zum Gelingen der Aufführung beigetragen haben.
Der Riesenapplaus, Standing Ovations und die Zugabe-Rufe des begeisterten Publikums waren dann der verdiente Lohn für einen gehaltvollen „Abend für alle Sinne“.