Heubacher Schülerinnen und Schüler erkunden Serbi-en und den Balkanraum / Fortsetzung des langjähri-gen Schüleraustausches
Das Leitbild des Rosenstein-Gymnasium gibt den Takt vor: offen – sozial – engagiert. So ist es nicht verwunderlich, dass die Schule zahlreiche Schulpartnerschaften pflegt. Seit 2012 gibt es einen besonderen schulischen Partner: das Elite-Gymnasium Jovan Jovanovic Zmaj in Novi Sad, der zweitgrößten Stadt Serbiens.
Anfang April reisten 50 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 und J1 (11) nach Novi Sad. Das Begleitlehrerteam Bernhard Degen, Kerstin Brunner und Jörg Husemann freute sich über größtenteils gutes Wetter und eine sehr zuverlässige und interessierte Schülerschaft.
Die Reise nach Serbien wurde dabei nicht mit dem Flugzeug, sondern mit dem Reisebus unternommen, was interessante und lehrreiche Stationen vor Ort ermöglichte. Die österreichische Hauptstadt Wien, wo die Gruppe Schloss Schönbrunn und die Innenstadt besichtigte, machte den Anfang. Weiter ging es nach Budapest, wo die Gruppe übernachte und am nächsten Tag mit einem beeindruckenden Blick vom Burgpalast und einer kurzen Tour durch die Stadt belohnt wurde. Danach ging es nach Novi Sad zu den Austauschschülern. Während der Zeit in Novi Sad stand unter anderem ein Ausflug nach Belgrad auf dem Programm, wo die historische Festung besichtigt und das Goethe-Institut besucht wurde.
Während der Anreise und vor Ort wurde über die Geschichte und politische Situation in Serbien berichtet. Im Jahr 1999 stand das Land im Krieg mit der Nato, davor gab es einen jahrelangen Bürgerkrieg, der die Situation auf dem Balkan bis heute prägt. Nach dem Einsturz eines Bahnhofsdaches in Novi Sad im November gibt es seit vielen Wochen regierungskritische Demonstrationen im ganzen Land, die sich vor allem gegen eine mögliche Korruption im Land richten. Umso bedeutsamer sind die engen Kontakte zur Schule vor Ort sowie zur Elternschaft bei der Erarbeitung eines gemeinsamen Sicherheitskonzeptes gewesen.
Nach dem Abschied aus Serbien fuhr die deutsche Gruppe weiter nach Zagreb in Kroatien. Die letzte Station war Ljubljana, die hübsche Hauptstadt Sloweniens. In einer Woche lernten die Schüler fünf Hauptstädte kennen, sammelten vielfältige Eindrücke und erhielten viele Informationen zur Situation vor Ort. Besonders bedeutend waren aber die neuen Freundschaften zwischen serbischen und deutschen Schülerinnen und Schülern sowie die gemeinsamen Erfahrungen.
Bild: Das Bild zeigt die Gruppe vor dem Dom des Heiligen Sava, einem der größten orthodoxen Gotteshäuser der Welt, in der serbischen Hauptstadt Belgrad.