Rosenstein-Gymnasium Heubach
 
Saturday, August 08, 2026

Theaterbesuch Klasse 10

Antike Tragödie trifft auf Techno

Am Donnerstag, den 20.02.2025, besuchte die gesamte 10. Klassenstufe, begleitet von Frau Sieber, Frau Brixner und Herrn Becker, die Theateraufführung „Antigone“ von Sophokles im KulturBahnhof Aalen (KUBAA).

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Unter der Regie von Julius Max Ferstl wurde die zeitlose Geschichte von Antigone in einer modernen Neuinterpretation erzählt. Dabei wich die Inszenierung von den klassischen Vorstellungen des griechischen Theaters ab.

Von Jasmina Kirchner, Klasse 10b

Normalerweise stellt man sich bei einer antiken Tragödie Masken, Chorgesänge und feierliche Dramatik vor, doch das Stück, das wir sahen, war ganz anders. In Aalen traf Tragödie auf Techno. Nach einem Bürgerkrieg in Theben verbietet König Kreon die Bestattung seines als Verräter geltenden Neffen Polyneikes. Doch dessen Schwester Antigone widersetzt sich diesem Verbot. Sie stellt sich gegen die Gesetze ihres Onkels und folgt ihrem eigenen Gewissen, um ihrem Bruder die letzte Ehre zu erweisen, selbst wenn sie dafür ihr eigenes Leben riskiert. Kreon bleibt hart und bestraft sie, was eine Kette tragischer Ereignisse auslöst. Am Ende steht er gebrochen da und muss erkennen, dass sein Starrsinn ihn ins Unglück geführt hat. Die Bühne im KulturBahnhof Aalen war minimalistisch, aber wirkungsvoll gestaltet. Die Ausstattung von Ana Tasić setzte auf eine moderne Kulisse, die viel Raum für Interpretation ließ. Besonders eindrucksvoll war die musikalische Untermalung von Philip Lörincz alias DJ Paralyzed. Statt klassischer Chorgesänge gab es Techno-Beats, die die Spannung steigerten und vor allem in den emotionalsten Momenten eine besondere Wirkung entfalteten. Diese moderne Interpretation der antiken Tragödie beleuchtete wichtige Themen wie Moral, Gerechtigkeit und persönliche Verantwortung und zeigte, wie aktuell Sophokles’ Werk auch heute noch ist. Die Verbindung von antiker Dramatik mit modernen Elementen machte die Aufführung zu einem eindrucksvollen Erlebnis, das das Publikum fesselte und zum Nachdenken anregte. Alles in allem kam der Theaterbesuch gut an. Die Meinungen in der 10. Jahrgangsstufe gingen jedoch weit auseinander. Sie reichten von „ungewöhnlich“ und „verwirrend“ bis hin zu „sehr interessant“ und „mal was anderes“. Wer einen Platz in der ersten Reihe hatte, konnte das Geschehen aus nächster Nähe verfolgen, da die Zuschauertribüne unmittelbar an der Veranstaltungsfläche lag und somit eine besonders eindrucksvolle Perspektive bot. Durch die moderne Interpretation mit Licht- und Soundeffekten erhielt das Stück eine dynamische Note und bot viel Abwechslung. Für viele trug dies dazu bei, das Klischee eines klassischen Theaterbesuchs aufzubrechen, während andere sich mit der unkonventionellen Inszenierung schwerer taten. Die Klassenstufe 10 bedankt sich bei Frau Sieber, Frau Brixner und Herrn Becker für die Möglichkeit dieses Theaterbesuches und freut sich auf weitere interessante Exkursionen.

Das Bild zeigt: Philip Lörincz (oben), Enes Yokus, Bedia Emir, William Oputa und Nina Walter (Mitte, vlnr.), Bineta Hansen und Philipp Dürschmied (unten, vlnr.); Das Foto stammt vom Theater Aalen. https://www.theateraalen.de/pressefotos/antigone/26 (c) Sofia Schomko