Leistungs- und Motivationstest mit Bravour bestanden
Die jüngsten Hochgebirgsaspiranten der Heubacher Kletter-AG beweisen ihre Leistungsfähigkeit in Südtirol
Während der Projekttage am Schuljahresende bestand für besonders motivierte Schülerinnen und Schüler der Kletter-AG des Rosenstein-Gymnasiums die Möglichkeit, ihre körperliche und mentale Leistungsfähigkeit mit Blick auf die für 2025 geplanten Besteigungen von Gipfeln über 4000 m kennenzulernen.
AG-Leiter Robert Felch stellte klar, dass eine Teilnahme an diesen anspruchsvollen Touren aber nur möglich sein wird, wenn Körper und Geist der jungen Gipfelanwärter die diesjährigen Touren auf Dreitausender im Südtiroler Martell-Tal am Rande der Cevedale-Gruppe problemlos bewältigen würden. Angeführt von der schon 2023 an einem der höchsten Alpengipfel erfolgreichen Mia Kmoch folgten der bärenstarke AG-Späteinsteiger Leo Mayer und die jungen, aber bereits etwas gebirgserfahrenen Yolanda Bader, Lea Gross, Loni Schührer, Lotte Windmüller und Sophie Wohlfrom. Nach der langen Anfahrt über den Reschenpass und dem kurzen Aufstieg zur Zufall-Hütte (2265 m) ging es sofort an die genaue Programmplanung der fünftägigen Exkursion. Am zweiten Tag visierte eine Gruppe, bestehend aus Yolanda Bader, Mia Kmoch, Leo Mayer, Loni Schührer und Lotte Windmüller, die 3265 m hohe Madritschspitze an. Deren Gipfel wurde von ihnen völlig problemlos nach respektablen 3,5 Stunden erreicht, sodass alle das gigantische Panorama auf das Suldener Dreigestirn aus Ortler, Zebru und Königsspitze stolz genießen konnten. Für die restlichen Teilnehmerinnen bot Kerstin Brunner, die die Gruppe als bergbegeisterte Sportpädagogin gerne begleitete, eine zügige Erkundungsrunde rund um das Gebiet der Zufall-Hütte an, die übrigens zu ihrem Namen nicht etwa zufällig, sondern wegen eines nahen riesigen Wasserfalls kam. Am dritten Tag nahm sich ein neu zusammengesetztes Team die 3325 m hohe Hintere Schöntaufspitze vor. Yolanda Bader, Lea Gross, Mia Kmoch, Leo Mayer und Sophie Wohlfrom erreichten auch dieses etwas entferntere Ziel zügig und problemlos, obwohl auch einige steilere und ausgedehnte Schneefelder zu bewältigen waren. Für alle anderen stand eine etwas entspanntere Tour zur 2610 m hohen Marteller Hütte auf dem Programm. Obwohl Kondition und Stimmung der jungen Alpinistinnen und Alpinisten, auch auf Grund der urgemütlichen Hütte mit ihrer legendären Küche, durchgehend auf höchstem Niveau blieben, musste die geplante Besteigung eines weiteren Dreitausenders für den vierten Tag in Anbetracht schon für den frühen Nachmittag angekündigter Gewitter leider ausfallen. Stattdessen bestand am Vormittag die Möglichkeit, am hüttennahen, stellenweise durchaus sportlichen Trainingsklettersteig nacheinander individuell betreut und gesichert erste Erfahrungen sammeln zu können.
So haben letztendlich alle ihre körperliche und mentale Eignung für die großen Ziele im nächsten Jahr mit Bravour beweisen können, sodass die Vorbereitungen für dieses anspruchsvolle Projekt voller Vorfreude nun starten können.