Rosenstein-Gymnasium Heubach
 
Saturday, August 08, 2026

Totensonntag 2024

Ergreifende Musik zum Totensonntag in der Augustinuskirche

Ausdrucksstark: Motettenchor Schwäbisch Gmünd und Schüler-Eltern-Lehrer-Chor des Rosenstein-Gymnasiums

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Minutenlang zollte das begeisterte Publikum den Ausführenden Beifall. Nach einer Stunde voller Musik, die programmatisch dem letzten Sonntag im Kirchenjahr gewidmet war, erhoben sich die Zuhörer aus Respekt vor der großen Leistung der beiden Chöre, der Sopranistin Anastasia Wanek und des Organisten Andreas Gräsle.

Gräsle war es, der mit viel Verve den Abend mit dem Allegro d-moll von Felix Mendelssohn Bartholdy eröffnete und die neue Orgel der Augustinuskirche in romantischen Farben zum Klingen brachte, bevor er gleich darauf als Begleiter für die Sopranistin und die Chöre im Chorraum zur Verfügung stand. Drei im Programm verteilte Zwischentexte von Else Lasker-Schüler, Friedrich von Bodelschwingh und Gustav Heinemann, gelesen von einer Schülerin des Rosenstein-Gymnasiums, ließen aufhorchen und machten Mut, gerade am Totensonntag nicht bei sich selbst stehen zu bleiben, sondern den eigenen Blick zu weiten und sich für andere Menschen und Aufgaben zu öffnen. Dass auch die Musik diese Fähigkeit hat, wurde mit der Mendelssohnschen Hymne „Hör, mein Bitten“ deutlich, mit der sich Solistin und Chöre in die Herzen der Zuhörer sangen. Ergreifend, wie die unterschiedlichen Teile in ihrem je eigenen textlichen und musikalischen Charakter gestaltet und interpretiert wurden. Unterbrochen von weiterer Orgelmusik von Brahms (Präludium und Fuge g-moll) und Ibert (Pièce solenelle), die Gräsle stilsicher und mit allen Möglichkeiten der neuen Orgel präsentierte, war es an den Chören und der Solistin, in homogenem Klang und großer Ausdrucksstärke den 5. Teil des Brahms-Requiem („Ihr habt nun Traurigkeit“) und Teile des Requiems von Gabriel Fauré in großer Eindringlichkeit zu gestalten. Bemerkenswert auch hier Anastasia Wanek, die im „Pie Jesu“ in allen Lagen mit ihrer vollen und gleichzeitig warmen Stimme glänzte. Den Chören, die ihr Programm fast auswendig geboten haben, blieb das letzte Wort vorbehalten. Mit dem „In Paradisum“ aus dem Fauré-Requiem setzten sie und der Dirigent Thomas Benz einen Trost und Hoffnung spendenden Schlusspunkt in einem Programm, das alle – Zuhörer wie Ausführende – in einer konzentrierten Stille und Andacht zurückließ, bevor der befreiende Applaus einsetzte.

Unser Bild zeigt eine vergangene Veranstaltung des Schüler-Eltern-Lehrer-Chors, da uns für die aktuelle Veranstaltung leider kein Foto vorliegt.