Abschied vom Rosenstein-Gymnasium
Abschied vom Rosenstein-Gymnasium
Jedes Schuljahr verlassen nicht nur die Abiturienten ihre Schule, sondern auch Kolleginnen und Kollegen, so auch am Rosenstein-Gymnasium Heubach. So verabschiedete Schulleiter Johannes Josef Miller im Schlusskonvent diese Lehrer.
Nach elf Jahren am Heubacher Gymnasium erteilt der evangelische Religionspädagoge Johannes Eck fürderhin an Aalener Schulen Religionsunterricht. Miller würdigte denn auch sein immenses Engagement in den vergangenen Jahren. Unzählige Gottesdienste und viele Taizé-Fahrten wurden von ihm selbstredend begleitet. Vor allem aber sein Menschenbild und großes pädagogisches Herz würden für viele Schülerinnen und Schüler unvergesslich bleiben. Sein Weggang sei daher ein großer Verlust. Nur achtzehn Monate waren hingegen die beiden Studienreferandare Joana Stäb und Manuel Schluck an der Heubacher Schule. Beide hätten jedoch je auf ihre Weise die Schüler von ihren Fächern begeistert. Leider sei mit der jeweiligen Kombination keine Planstelle möglich gewesen. Aber beide Lehrer hätten an anderen Schulen eine Festanstellung bekommen, was ihn außerordentlich freue, betonte Miller. Gefreut hatte er sich auch über den Einsatz schon pensionierter Lehrkräfte, die aufgrund von Mutterschutz und Elternzeit reaktiviert werden konnten. So konnte gewonnen werden, die Oberstudienrätin a.D. Gabriele Diener, der ehemalige stellvertretende Schulleiter des Donzdorfer Gymnasiums Hans-Joachim Brink und Oberstudienrat a.D. Erwin Illmann, der der Schule noch mindestens ein halbes Jahr erhalten bleibt. Mit ihrem Erfahrungsschatz und ihrem besonderen pädagogischen Impetus hätten sie die Schüler begeistert. Begeistert hätten aber auch Claudio Gelse und Dr. Lothar Lork in ihren Fächern Latein bzw. Physik als Krankheitsvertreter. Auch die Personalräte der Schule Angelika Brixner, Heike Edelmann, Anna Christ, Simona Stark und Bernhard Degen bedankten sich sehr herzlich bei den Scheidenden. Schulleiter Miller erinnerte im Schlusskonvent an das Leitbild der Schule und lobte das solidarische Miteinander im Sinne des Musketier Prinzips “Einer für alle, alle für einen”. Solidarität sei in den vergangenen Wochen des Lockdowns und der danach folgenden Kontaktregeln eine äußerst wichtige und notwendige Tugend gewesen. In der Disziplin und Selbstbeschränkung der Isolation hätte sich diese Solidarität zum einen gezeigt, um anderen Menschen durch eine nicht bemerkte Virus-Infektion nicht zu schaden. Solidarität wäre jedoch auch in zahlreichen Hilfsaktionen evident geworden, ob Einkäufe für gefährdete Personengruppen oder Kontakte per Videokonferenzen oder Telefonaten. Aber auch der nicht mögliche Besuch von Schulen und Kindertagesstätten sei eine immense Herausforderung, vor allem für die Eltern gewesen. So zeige eine brandaktuelle Umfrage des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) für Deutschland, wie sich die Corona-Pandemie auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ausgewirkt hat. Nach dieser Studie fühlen sich mehr als 70 Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen durch die Corona-Krise seelisch belastet. Vor allem Stress, Angst und Depressionen hätten zugenommen. Das Risiko für psychische Auffälligkeiten habe sich demnach fast verdoppelt. Wichtig sei daher das verständnisvolle Miteinander. Ein Zeichen der Solidarität seien nun die Lernbrücken in den Sommerferien und ein gezieltes Training der Schüler im neuen Schuljahr. Nur in einem wohltuenden und wohlwollenden Miteinander lasse sich diese Herausforderung bewältigen.





