Schüleraustausch mit Novi Sad 2018
Gemeinsam voneinander lernen
Erneut konnten zahlreiche Schülerinnen und Schüler des Rosenstein-Gymnasiums die serbische Gastfreundschaft genießen, Serben und Deutsche konnten einiges voneinander lernen.
Mit der Rekordzahl von 40 Schülerinnen und Schülern aus den Klassenstufen 9 und 11 konnte die Heubacher Schule zum sechsten Mal den Schüleraustausch auf den Balkan durchführen: Im April wurde das naturwissenschaftlich orientierte Elite-Gymnasium Jovan Jovanovic Zmaj in der zweitgrößten serbischen Stadt Novi Sad besucht, in der letzten Woche vor Pfingsten wurden die serbischen Partnerschüler am Rosenstein-Gymnasium in Heubach empfangen.
Da der Austausch als Studienfahrt konzipiert wurde, standen auch informierende Elemente im Mittelpunkt: Bei der Anreise und vor Ort wurde in Vorträgen über die Geschichte und politische Situation in Serbien berichtet. Vor fünfzehn Jahren stand das Land ja im Krieg mit der Nato, davor gab es einen jahrelangen Bürgerkrieg, der die Situation auf dem Balkan bis heute prägt. Auffallend war daher die Herzlichkeit und Gastfreundschaft, mit der den deutschen Besuchern begegnet wurde.
Da der Austausch als Studienfahrt konzipiert wurde, standen auch informierende Elemente im Mittelpunkt: Bei der Anreise und vor Ort wurde in Vorträgen über die Geschichte und politische Situation in Serbien berichtet. Vor fünfzehn Jahren stand das Land ja im Krieg mit der Nato, davor gab es einen jahrelangen Bürgerkrieg, der die Situation auf dem Balkan bis heute prägt. Auffallend war daher die Herzlichkeit und Gastfreundschaft, mit der den deutschen Besuchern begegnet wurde.

Die von den beiden Oberstudienräten Bernhard Degen und Dirk Wegner geleitete Reise wurde mit dem Bus durchgeführt, was beeindruckende Erfahrungen ermöglichte, die mit einer Anreise per Flugzeug kaum möglich wären. In einer Woche wurden dabei immerhin vier europäische Hauptstädte besucht, die meisten ehemalige Städte des untergegangenen Habsburgereiches: Auf der Hinreise ging es wieder über Wien und Budapest, wo man übernachtete, nach Novi Sad. Während des Austausches standen Tagesausflüge in das angrenzende Naturschutzgebiet der Fruska Gora und in die serbische Hauptstadt Belgrad auf dem Programm. Auf der Rückfahrt wurde in Zagreb übernachtet. Novi Sad, die Hauptstadt der Autonomen Region Vojvodina, ist mit etwa 250.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Serbiens und liegt an der Donau im Pannonischen Tiefland, rund hundert Kilometer südlich von Ungarn.
Der Schulleiter Radivoje Stojkovic des serbischen Gymnasiums, darunter zwei Hochbegabtenzüge und vier naturwissenschaftliche Züge, zeigte wiederholt sein großes Interesse an der Zusammenarbeit mit dem Heubacher Gymnasium. Auch der Heubacher Schulleiter Johannes Josef Miller unterstrich die Chancen für die Heubacher Schüler und auch für die serbischen Freunde. Diese lägen im Austausch und der Erfahrung von Gemeinsamkeiten und böten Chancen für ein zusammenwachsendes Europa. Gerade die Erfahrung der nicht immer einfach und problemlos zu überquerenden Staatsgrenzen zeigte den Schülerinnen und Schülern geradezu bildlich die Errungenschaften der Europäischen Gemeinschaft der Staaten auf.
Sprachliche Barrieren gab es keine, denn durch ihre bilingualen Klassen - alle Schüler haben entweder Deutsch als erste oder zweite Fremdsprache - können die serbischen Schüler sehr gut Deutsch. Im naturwissenschaftlichen Bereich verfügt die Partnerschule ebenso über ein hohes Niveau, was die deutschen Schüler erkennen konnte, als sie am Unterricht mit ihren Austauschpartnern teilnahmen. In Heubach konnten sich die serbischen Schüler dann wiederum deutschen naturwissenschaftlichen Unterricht ansehen. Das Rosenstein-Gymnasium hat als MINT-EC-Schule in diesem Bereich ebenfalls einiges zu bieten. Geplant ist zudem, Lehrern beider Schulen in Form einer Bildungsreise einen Einblick in die jeweilige Unterrichts- und Lernkultur zu ermöglichen.
Sprachliche Barrieren gab es keine, denn durch ihre bilingualen Klassen - alle Schüler haben entweder Deutsch als erste oder zweite Fremdsprache - können die serbischen Schüler sehr gut Deutsch. Im naturwissenschaftlichen Bereich verfügt die Partnerschule ebenso über ein hohes Niveau, was die deutschen Schüler erkennen konnte, als sie am Unterricht mit ihren Austauschpartnern teilnahmen. In Heubach konnten sich die serbischen Schüler dann wiederum deutschen naturwissenschaftlichen Unterricht ansehen. Das Rosenstein-Gymnasium hat als MINT-EC-Schule in diesem Bereich ebenfalls einiges zu bieten. Geplant ist zudem, Lehrern beider Schulen in Form einer Bildungsreise einen Einblick in die jeweilige Unterrichts- und Lernkultur zu ermöglichen.
Bürgermeister Frederik Brütting ließ es sich nicht nehmen und begrüßte die serbischen Schüler mit ihren beiden Lehrern, sowie Schulleiter Johannes Josef Miller und Oberstudienrat Bernhard Degen. Natürlich wurde unter der Führung von Brütting das Heubacher Schloss inspiziert und die Geschichte von Heubach vom Stadtoberhaupt erläutert.Der Gegenbesuch der serbischen Schüler und ihrer Begleitlehrer Dragan Vulic und Melita Šarčev-Ćebić erfolgte mit großer Begeisterung. Neben einer kleinen Führung durch das Heubacher Schloss durch Bürgermeister Frederick Brütting wurden u.a. Stuttgart und Tübingen besichtigt. Viele serbische Abiturienten wollen in Deutschland in wenigen Jahren ein Studium aufnehmen, das Interesse war daher sehr groß. Im kommenden Schuljahr soll der Austausch nicht nur fortgesetzt, sondern auch verlängert werden.




