Präventionsprogramm der Heubacher Schulen

Das Motto lautet: „stark.stärker.wir“
Das Präventionsprogramm der Heubacher Schulen stand im Mittelpunkt des Forums und Festakts in der Stadthalle. Dabei geht es nicht um Vermeidung von körperlicher und seelischer Gewalt, sondern auch um die Vorbeugung vor gesundheitlichen Problemen.
Von Gerhard Nesper, Rems-Zeitung
13.07.2017
HEUBACH. Unter dem Motto „stark. stärker. Wir.“ sind alle Heubacher Schulen und die Laubenhartschule in Bartholomä am Präventionsprogramm des Landes Baden-Württemberg beteiligt, welches die vielfältigen Aktivitäten im Bereich Prävention und Gesundheitsförderung an Schulen in einen größeren Zusammenhang stellt. Am gestrigen Mittwoch fand dazu das Heubacher Schulforum in der Stadthalle statt. Im Foyer der Halle präsentierten das Rosenstein-Gymnasium, die Realschule, die Schillerschule und die Mörikeschule aus Heubach, sowie die Breulingschule in Lautern und die Laubenhartschule in Bartholomä mit Tafeln, Flyern, Fotos, Broschüren und Plakaten ihre verschiedenen Präventionsprogramme und -maßnahmen, wie zum Beispiel Schülermentoren, Streitschlichter, Klassenpaten, Schulsanitätsdienst, Nachhilfe für Flüchtlinge, Anti-Mobbing-Aktionen, Sucht-, Gewalt- und Alkoholprävention, soziales Kompetenztraining, Selbstbehauptungskurse, Vorbeugen von Essstörungen und andere Aktionen.

Das Rahmenkonzept geht zurück auf den Amoklauf in Winnenden am 11. März 2009, als man sich sagte, dass etwas in Sachen Prävention getan werden muss. Also wurden sechs Präventionsbeauftragte beim Regierungspräsidium installiert, die das Deputat bekamen, in den Altkreisen Aalen, Gmünd, Göppingen und Heidenheim die dort ansässigen Schulen zu beraten, Sozialprogramme mit Schülern zu erstellen, Netzwerkarbeit zu betreiben, Elternabende zu organisieren und vieles andere mehr. Das alles in Kooperation mit Eltern und den Netzwerkpartnern wie z.B. Polizei, Caritas, Diakonie, Suchtberatung und Katholische Erwachsenenbildung.
Eine besondere Rolle in der Präventionsarbeit nehmen die Schulsozialarbeiter in Heubacher ein. Der eigentliche Festakt wurde von der Schülerband der Realschule, bestehend aus acht Musikerinnen und Musikern, mit selbst komponierten Songs eingeleitet. Alfred Bader, Leiter der Schillerschule und Johannes Josef Miller, Leiter des Rosenstein Gymnasiums, begrüßten die Gäste, darunter Victoria Dakashly vom Kultusministerium und Monika Beck von Regierungspräsidium, Bürgermeister Frederick Brütting, sowie den Sozialdezernenten beim Landratsamt, Josef Rettenmaier. Bürgermeister Brütting betonte die gute Zusammenarbeit der Heubacher Schulen, was in der heutigen Schullandschaft keine Selbstverständlichkeit sei.

Prävention habe in Heubach eine lange Tradition und man habe viele Jahre darin investiert. Obwohl Heubach die Strukturen einer Großstadt habe, sei die Kriminalität relativ gering, was u.a. der guten Sozial- und Präventionsarbeitarbeit, der Polizei und den verschiedenen Vereine zu verdanken sei. Er dankte den Lehrerinnen und Lehrer sowie den Schulleitern für einen engagierten und harten Job. Josef Rettenmaier bezeichnete die Präventionsarbeit in Heubach als Leuchtturmprojekt und nannte die Überreichung des Logos als Ritterschlag. Die Heubacher und Bartholmäer Schulen spielen, wie Rettenmaier sagte, in der Champions League in Sachen Prävention. Victoria Dakashly meinte, Prävention könne begeistern und werde an den genannten Schulen gelebt. Dazu sei eine hohe Einsatzbereitschaft und ein langer Atem erforderlich und sie wünschte weiterhin einen guten Weg mit schönen und erfolgreichen Etappenzielen. Anschließend bat sie die Vertreter der sechs Schulen, Eltern und Schüler nach vorne, wobei sie zu jeder Schule die Eigenschaften und die jeweiligen Präventionsmaßnahmen hervorhob und überreichte ihnen das Logo des Projekts „stark. stärker. WIR“.
Im Anschluss präsentierte der Konflikt- und Kommunikationstrainer, Sozialwissenschaftler, Schauspieler und Autor Rudi Rohde seinen lehrreichen und zugleich amüsanten Vortrag „Wenn Nervensägen an den Nerven sägen“, in dem er erklärte, wie unser Auftreten und unsere Regeln im Alltag auch tatsächlich gelten.
(c) Rems-Zeitung, 13.07.2017




