Rosenstein-Gymnasium Heubach
 
Wednesday, September 09, 2026

Europawettbewerb 2015

Stuttgart, Juni 2015

Heubacher Schüler in Stuttgarter Schloss geehrt

Wieder Schüler des Rosenstein-Gymnasiums Heubach Preisträger der Europa-Union

„Wer glaubt, dass sich die ewige Frage von Krieg und Frieden in Europa nie mehr stellt, könnte sich gewaltig irren. Die Dämonen sind nicht weg, sie schlafen nur." Mit diesem Zitat, 2013 von Jean Claude Juncker geäußert, sollten sich Schülerinnen und Schüler aus Baden-Württemberg in einer Rede über Europa auseinandersetzen. Die besten zehn Reden, darunter die Reden von Emily Dennochweiler (Klasse 10) und Carl-Christian Ruoß (Klasse 11) vom Rosenstein-Gymnasium, durften am vergangenen Dienstag im Marmorsaal des Stuttgarter Neuen Schlosses gemeinsam mit ihren Deutschlehrern Christina Schubert und Dr. Helmut Rössler im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung ihre Geldpreise entgegennehmen.

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In seiner Ansprache betonte Peter Friedrich, Minister für Bundesrat, Europa und Internationale Angelegenheiten, wie beglückend es für ihn sei, lauter „kluge junge Europäerinnen und Europäer" hier vor sich sitzen zu haben und zu wissen, dass diese jungen Menschen die Chancen nutzen, die Europa ihnen bietet. Auf das Zitat von Jean Claude Juncker bezugnehmend, räumte er ein, dass „wir leider feststellen müssen, dass er Recht hatte". So setzen sich auch Emily Dennochweiler und Carl- Christian Ruoß in ihren Reden konkret mit den Krisen innerhalb Europas auseinander. Emily Dennochweiler erläutert anhand von fünf Beispielen - von den Verfassungsänderungen in Ungarn unter Ministerpräsident Viktor Orbán über die Unabhängigkeitskrise im Baskenland bis hin zur Griechenlandkrise – wie ihrer Meinung nach der Frieden in Europa sowohl wirtschaftlich als auch militärisch bedroht sei. Ihr Appell an ihre Zuhörer: „Wir müssen uns genauso vehement für den Erhalt der Freiheit einsetzen wie für den Erhalt des Friedens."
Carl-Christian Ruoß berichtet in seiner Rede ausführlich von dem Anschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo und zeigt anhand von weiteren Terrorakten, wie auch der innere Friede in Europa gefährdet sein könnte. Seiner Meinung nach ist „Zusammenhalt das Stichwort für Europa", gleichzeitig macht er aber auch deutlich, wie viele Staaten anhand der komplizierten Bündnispolitik in einen militärischen Konflikt plötzlich verwickelt wären, wenn es zum Ernstfall käme.
Die Preisverleihung im Stuttgarter Schloss war zum einen von der Sorge über die europäische Idee und ihrer Ideale geprägt, zum andern überwog aber auch klar der Optimismus. Um es mit den Worten von Bürgermeister Simon Blümcke, stellvertretender Landesvorsitzender der Europa-Union Baden –Württembergs an die jungen Redenschreiber zu sagen: „Sie alle haben der europäischen Idee mit ihren guten Reden einen Gefallen getan." Diese guten Gedanken bekamen bei der Preisverleihung eine würdige Bühne – und fanden als Zitate auch den Weg in die Reden der Baden-Württembergischen Landtagsabgeordneten, wie die Landtagssitzung am folgenden Tag bewies. Da zitierte Minister Friedrich aus den Arbeiten der beiden Heubacher Preisträger.