Presseschau 03.02.2015
Gmünder Tagespost, 03.02.2015
| Technik-Tüftler mit Spieltrieb Schülerteams aus Schwäbisch Gmünd und Heubach beim Wettbewerb „Lego-League" |
Verspielt? Eine Eigenschaft, die normalerweise in der Schule nichts zu suchen hat. Bei der „Lego-League" schon. Hier kombinieren Schüler Legobausteine mit Technik – und messen sich im Wettbewerb. Zum Vorentscheid für das Semifinale in Österreich ging es am Wochenende nach Göppingen. |
Göppingen. Die Herausforderung bei dem Wettbewerb: Einsatz, Intellekt, technischem Knowhow, Kreativität und eine große Portion Spielfreude in einem Projekt vereinen. Aufgabe war es, mittels eines selbst konstruierten Roboterfahrzeuges vorgegebene Aufgaben in einer Zeit von zweieinhalb Minuten zu erledigen. Dazu hatten sich 20 Teams angemeldet. Insgesamt ging es im Regionalwettbewerb der Region Göppingen, zu dem Schülerteams aus Schwäbisch Gmünd, Aalen, vom Rosenstein-Gymnasium in Heubach, Göppingen und aus Kempten im Allgäu angetreten waren, um die Platzierung für das Semifinale in Österreich. Alle Teams hatten sich seit August vergangenen Jahres mit der gestellten Herausforderung beschäftigt. Thema war das Klassenzimmer der Zukunft. Dabei war nicht nur Kreativität und technischer Einfallsreichtum gefragt, sondern auch Teamgeist. Der bestand zum Beispiel für die sieben Schüler und eine Schülerin des Rosenstein-Gymnasiums darin, dass die eine Hälfte eine ausgeloste Aufgabe pantomimisch darstellen musste, während die anderen vier errieten, worum es sich handelte. Letztlich ging es darum, ein mobiles Roboterfahrzeug zu konstruieren, das selbstständig bestimmte Aufgaben erfüllt. Eine Legotür öffnen, zum Beispiel. Oder einen Ball zielsicher in ein Legotor zu werfen. Dazu wurde als Herzstück ein programmierbarer Prozessor in den Roboter eingebaut. Der Prozessor wurde zuvor per Laptop mit den entsprechenden Daten gefüttert. Dass das Design des Roberts letztlich auch noch bewertet wurde, kam den Schülern des Rosenstein-Gymnasiums zumindest im vergangenen Jahr zugute, als sie mit ihrer sechsrädrigen Neukonstruktion den ersten Platz belegt hatten. Gleichzeitig waren sie seinerzeit als bestes Nachwuchsteam ausgezeichnet worden, erreichten dann aber im Halbfinale in Wattens nur einen achten Platz unter den 16 Teilnehmern. Eine Platzierung, die sie mit ihrem Coach Andreas Ritter dieses Jahr deutlich verbessern wollen. Das Ziel aller Teilnehmer: Wattens. Vorerst. Denn von dort gehen die Sieger zum Europafinale nach München ins Deutsche Museum. Im Vorjahr hatte es ein Göppinger Team ins Finale geschafft, scheiterte aber an der Konkurrenz und belegte einen achten Platz. |




