Presseschau 05.12.2014
Gmünder Tagespost, 05.12.2014
| Jetzt sind die Bio-Räume dran Sanierung des Rosenstein-Gymnasiums schreitet voran – Nächstes Jahr geht's in den historischen Teil |
| Zwischen Sommer- und Herbsferien waren der erste und zweite Stock an der Reihe, aktuell schuften die Handwerker im zweiten Stock des Rosenstein-Gymnasiums. Hier werden die Bio- und Chemieräume auf Vordermann gebracht. |
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Heubach. „Das sind jetzt ganz andere Arbeitsbedingungen“, sagt Schulleiter Johannes Miller. Zum Beweis öffnet er eine Klassenzimmertür. Kollege Dirk Rößling bringt seinen Schülern gerade Naturwissenschaft und Technik näher. Ganz klassisch, mit Tafel und Kreide. Dank der umfassenden Sanierung des Rosenstein-Gymnasiums ginge das jetzt aber auch anders: Mit Beamer und Multimedia und allem drum und dran.
Seit Sommer dieses Jahres wird hier gewerkelt, was das Zeug hält. „Wir schaffen uns von unten nach oben“, sagt Stadtbaumeisterin Ulrike Holl. Das Erdgeschoss mit Mensa und Schülertreff sind fertig, genauso wie der erste Stock mit den Physikräumen. Naja, fast fertig: Architekt Helmuth Braun deutet zur Decke, von der noch orangefarbene Kabel hängen. „Die Brandschutzmeldeanlage kommt ganz zum Schluss.“ Ein ganz anderes Bild bietet sich im zweiten Stock, bei den Bio- und Chemieräumen: Holzlatten und Styroporplatten liegen verstreut auf dem Boden, die abgerissene Verkleidung entblößt die kahlen Holzbalken an der Decke. Die Klasenzimmer sind – bis auf Kartons und Schubkarren – leer. Bemerkenswert, findet Stadtbaumeisterin Ulrike Holl. Jedes Klassenzimmer ganz auszuräumen sei eine organisatorische Leistung gewesen. Vom „Fachpersonal“, sprich: den Lehrern, selbst zu übernehmen. Sie entschieden, was aufbewahrt wird und was in den Container kommt. „Ungefähr die Hälfte haben wir weggeschmissen“, sagt Johannes Miller. Und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „So eine Aufräumaktion ist gar nicht so schlecht, um das Messi-Verhalten an einer Schule etwas einzudämmen.“ Rund 2,9 Millionen Euro investiert die Stadt Heubach und will so ihrem Ruf als Bildungsstadt gerecht werden. Etwa eine Million hat das Land an Fördermitteln bereits versprochen. „Es sind noch weitere Mittel zugesagt“, zeigt sich Bürgermeister Frederick Brütting zuversichtlich. Laut den Architekten liege man gut im Kostenrahmen, eine Überschreitung sei nicht zu erwarten. „Wir haben uns bei den Planungen auf das konzentriert, was wirklich gebraucht wird“, ergänzt Ulrike Holl. Den größten Batzen verschluckt die für die Naturwissenschaften nötige Technik. Ulrike Holl: „Da haben wir nicht gespart.“ Es gelte, dem Anspruch als MINT-Schule auch baulich gerecht zu werden, meint Schulleiter Miller und steckt den Schlüssel in die Tür zum Physik-Sammlungsraum. Irgendwas klemmt. „Die Schlösser gehen aber nicht gut“, mahnt er. Noch gibt es einiges zu tun, im Rosenstein-Gymnasium. Die Gesamtkosten liegen bei rund 2,9 Millionen Euro. 2015 wird der historische Teil saniert. Die Arbeiten an dem Teilstück, das momentan dran ist, verschlucken rund 1,8 Millionen Euro. Etwa ein Drittel sind verbaut. |




