"stark.stärker.WIR" - Prävention an Schulen
Prävention am Rosenstein-Gymnasium
| Ein Jahr "stark.stärker.WIR." am RSG - Eine Zwischenbilanz von Dieter Hahn |
| Mittwoch Nachmittag, 14:00. Das Büro von Oberstudiendirektor Johannes Josef Miller, seines Zeichens Schulleiter am Rosenstein-Gymnasium in Heubach, ist brechend voll. Um den kleinen Besprechungstisch sitzen neben dem Schulleiter die für die Schule zuständigen Präventionsbeauftragten am Regierungspräsidium Ludwig Hammel und Karin Samara sowieAngelika Brixner und Simon Challier, die Präventionskoordinatoren der Schule, Alexander Böhm, der Suchtpräventionslehrer, der Schulsozialarbeiter Andreas Dionyssiotis und ausnahmsweise auch Dieter Hahn, der früher die Prävenstionsarbeit koordinierte. Ein neunter Stuhl bleibt vorläufig frei. `Wir nehmen jetzt seit einem Jahr am Präventionskonzept stark.stärker.Wir teil´, eröffnet der Schulleiter die Runde, `Zeit für eine Zwischenbilanz.´ Und die fällt ziemlich positiv aus. Das Rosenstein-Gymnsaium ist von den Einführungstagen für die Fünfklässler bis zum Sozialpraktikum `Compassion´ in der Neunten in allen Klassen gut aufgestellt. Im Bereich der Suchtprävention will man freilich noch tiefer einsteigen. Karin Samara weist dazu auf eine zeitnahe Fortbildung zum Aktive-Teens-Programm hin, Andreas Dionyssiotis denkt über ein Revival des Be-smart-don´t-start-Programms nach, das die Schule früher schon durchgeführt hat, und Dieter Hahn schwärmt von Lion´s-Quest. Kann man das an der Schule überhaupt implementieren? Ein Team aus Präventionsleuten und aus der Verwaltung soll sich Gedanken machen. So wird es zunächst eine beinahe normale Sitzung im ssW-Beratungskonzept: Die beiden Präventionsbeauftragten arbeiten eine ganze Liste von Vorschlägen auf Gebieten, auf denen die Schule Interesse angemeldet hat, ab; sie werden Kontakte zu Externen herstellen, sich gegebebenfalls um Fortbildungen bemühen, ganz wie es ihre Aufgabe ist. Um 15:00 endlich klärt sich das Rätsel des leeren Stuhles: Obwohl sichtlich von einer Erkältung mitgenommen, hat es sich der Heubach Bürgermeister, Frederick Brütting, nicht nehmen lassen, ebenfalls zur Sitzung zu erscheinen. Gemeinsam mit dem Schulleiter, dem Schulsozialarbeiter, der sowieso an zwei Heubacher Schulen tätig ist, und den Präventionsbeauftragten, wird `um auch nach vorne zu schauen´ die Idee entwickelt, dass alle Heubacher Schulen gemeinsam an ssW teilnehmen könnten und ein geschlossenes Präventionskonzept aufbauen könnten --- Prävention nicht mehr als Sache einer Schule, sondern als Sache des Schulstandortes. Eine revolutionäre Idee, die die rege Zustimmung aller Anwesenden findet. Überhaupt zeigt sich der Bürgermeister als entschiedener Förderer des Präventionsgedankens. Ob man die Silberwarenfabrik für eine Informationsveranstaltung belegen könne? `Kein Problem. Regeln Sie den Termin mit der zuständigen Sachbearbeiterin!´ So glatt geht in Heubach Prävention! Gegen 15:30 trennt sich die Gruppe dann wieder, mit dem guten Gefühl, hier und heute den Grundstein für eine schulenübergreifende Vernetzung von Prävention in Heubach gelegt zu haben. |




