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Die Veranstaltung "Kess erziehen" (#8) muss leider entfallen. 

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Schüleraustausch mit der Türkei
Edirne - Frühjahr 2011

Geschichtsunterricht vor Ort

Einen Großteil der Osterferien und die erste Schulwoche danach nutzten 33 Oberstufenschüler des Rosenstein-Gymnasiums Heubach, um die Schulpartnerschaft mit dem türkischen AÖL-Gymnasium in Edirne aufzufrischen und die Westtürkei, die Ägäisküste und Nordgriechenland zu erkunden.
 
So kamen ein weiteres Mal 33 Zehnt- bis Dreizehntklässler in den Genuss, die überwältigende Gastfreundschaft türkischer Familien zu erleben. Sofort wurden sie in die Familie integriert, sollten ihre Gasteltern mit Amca (Onkel) und Teyze (Tante) anreden. Ihnen zu Ehren wurden Leckerbissen der türkischen Küche zubereitet.

Beim Rundgang durch die 140 000 Einwohner zählende westlichste Provinzhauptstadt der Türkei wurde ausführlich das Meisterwerk des Architekten Sinan, die Selemiye Mosche bewundert. Der türkische Projektlehrer Halil Türkan führte die Schüler in die Bedeutung und die Praxis des Moscheebesuchs ein. Wenige Minuten später mussten die Schüler das Gotteshaus verlassen, da die Gläubigen hereindrängten, um das wichtige Freitagsmittagsgebet zu verrichten, an dem auch zwei der deutschen Austauschschüler teilnahmen. Die anderen genossen währenddessen mit ihren beiden Begleitlehrern Bernhard Degen und Dr. Helmut Rössler die Spezialität Edirnes, die fritierte Kalbsleber, tava ciger, zu der traditionell gebratene rote Peperoni und Ayran gereicht wurden. Über die türkische Gastronomie und über vieles mehr hatten Schüler der Vorgängergruppe ausgiebig im Vorjahr recherchiert. Die zwölfsseitige Projektzeitung, in der sie ihre Ergebnisse publiziert haben, diente den Austauschschülern neben dem Buch Gerhard Schweizers „Die Türkei - Zerreißprobe zwischen Islam und Nationalismus" als ideale Vorbereitung und Einstimmung und verkürzte die 1700 Buskilometer lange Anfahrt. Die vielen Stunden im rollenden Klassenzimmer wurden durch Einführungen in die Landeskunde Griechenlands und der Türkei, durch Referate über geschichtliche und politische Themen, durch Überblicke über die türkische Sprache bis hin zum Erlernen von Redewendungen und Sprichwörtern genützt. So war man gut vorbereitet, als man gemeinsam nach Istanbul fuhr.

  Der lange Tag in Istanbul brachte unvergessliche Eindrücke. Wer einmal an einem Samstagnachmittag vom Großen Bazar durch die Unterführung am Hauptverkehrsplatz Eminönü zur Galata-Brücke gegangen ist, besser gesagt, geschoben wurde, kann erahnen, was es bedeutet, in einer 15-Millionen-Metropole zu leben. Beeindruckt zeigten sich die deutschen Gymnasiasten von der Größe und Leichtigkeit der Hagia Sofia, von dem Zauber des Yerebatan Saray, der unterirdischen Zisterne, und dem Trubel des Kapali Carsi, des Bedeckten Bazars. Die asiatische Seite erreichte man mit der Fähre über den Bosporus in Kadiköy, bevor es über das Goldene Horn nach Taksim ging, wo man die Istaklal Caddesi entlang flanierte.
Dann begann der Montagmorgen für die 33 Exkursionisten im Theater der Akropolis von Pergamon. Bernhard Degen und Dr. Helmut Rössler, die beiden Begleitlehrer, referierten die Geschichte der griechischen Kolonisationen und erläuterten die wechselvolle Geschichte Kleinasiens. Vor Ort führten sie in das Schicksal des Pergamonaltars und in die Erfindung des Pergaments ein. Ein Höhepunkt folgte mit der Besichtigung von Pamukkale. Wie ein in Stufen zu Eis erstarrter Wasserfall ziehen sich Terrassen aus Kalksinter vom Plateau mit der Ausgrabungsstätte von Hierapolis in die Ebene von Denizli hinunter. Auf die Besichtigung von Ephesus mit Theater, Agora, Celsius-Bibliothek und den neu freigelegten Hanghäusern folgte ein Badetag in Altinkum. Der riesige Apollo-Tempel von Didyma und die Stadtanlage von Assos, wo Aristoteles drei Jahre lebte, rundeten das Bild des antiken kleinasiatischen Griechenlands ab. Zeugnissen des Bevölkerungsaustausches begegnete man in Ayvalik. Vom Aussichtspunkt, der Teufelskanzel (Seytan Sofrasi) konnte man ein weiteres Mal auf Lesbos schauen, wohin die griechische Bevölkerung 1923 ausgesiedelt wurde und das die türkischen Bewohner im Gegenzug verlassen mussten. Auf einer Wanderung auf der Insel Cunda kam man dem dem Verfall preisgegebenen Mondschein-Kloster sehr nahe. Die Hin- und Rückfahrt durch das frühlingsgrüne Nordgriechenland auf der Via Egnatia mit Blick auf die schneebedeckten Pindosgipfel wurde durch die Besichtigung von Kabala und der Meteora-Klöster unterbrochen.