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Rosenstein-Gymnasium
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Schulverein SaRose

SaRose
 

SaRose – der Schulverein am Rosenstein-Gymnasium Heubach
 
Alle Infos, aktuelle Meldungen und das gesamte Programm unseres Schulvereins finden Sie immer auch unter

 

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Grußwort

 
Schulleitung  
Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Besucher unserer Homepage!
 
Hoffnung und Humor
 
Ein herzliches Willkommen zum neuen Schuljahr! Erholsame Ferien liegen hinter uns. Der „Ernst des Lebens“ hat uns wieder im Griff! Die Pflichterfüllung hat nun wieder Vorrang gegenüber dem Müßiggang. Dies sind geradezu Sätze, die von Immanuel Kant stammen könnten. Pflichterfüllung hat für ihn eindeutig Vorrang vor Neigung und Spaß.
Eine Handlung, so fasst Kant zusammen, besitzt nur einen moralischen Wert, wenn sie aus Pflicht geschieht. Es geht hier allerdings nicht um Unterdrückung von Neigungen wie Mitgefühl, Zuneigung oder Liebe zugunsten eines gefühlskalten Pflichtbewusstseins, sondern darum, auch dann zur Durchführung moralischer Handlungen motiviert zu sein, wenn es keine entsprechende Neigungen gibt.
Egozentrisches Treiben und ein vorherrschender Spaßfaktor sind ihm ein Gräuel. Daher ist die Haltung Kants geradezu ein herausforderndes Mahnmal für unsere heutige Gesellschaft. Diese Ermahnung verstärkte und aktualisierte der amerikanische Medienwissenschaftler Neil Postmann: „Wir amüsieren uns zu Tode!“ Diese Zuspitzung stellte Neil Postmann 1985 mit kritischem Nachdruck fest. Damit kritisierte er vor allem den überbordenden Fernsehkonsum der US-Gesellschaft. Mit dieser „Ersatzreligion“ würde die Gesellschaft insgesamt verdummen: „Fernsehen wurde nicht für Idioten erschaffen – es erzeugt sie.“ Die zunehmende Verwahrlosung der gesellschaftlichen Moral zeige sich in der Enttabuisierung von Gewalt und Sexualität, damit würde eine Verrohung der öffentlichen Kommunikation einhergehen. Ein Jahrzehnt später warnte er vor der zunehmenden Informationsfülle angesichts des Aufkommens des Internets: „Unsere Abwehrmechanismen gegen die Informationsschwemme sind zusammengebrochen; unser Immunsystem gegen Informationen funktioniert nicht mehr.“ Leider behielt er auch darin recht, denn die Fake-News unserer Tage und der zum Teil rüde und primitive Ton der „Sozialen Medien“ sprechen Bände. Daher gilt mehr denn je für Schule und Unterricht, das kritische Bewusstsein der Schüler zu schulen und den reflektierten Umgang mit den Medien zu üben und zu internalisieren.
Ferner geht es in der Schule, nicht zuallererst um Spaß und inhaltsleerem Zeitvertreib, sondern darum die Schüler inhaltlich und Werte orientiert auf ihrem Weg zum Erwachsenenwerden fördernd und fordernd zu begleiten, auf dass sie sich mündig, kritikfähig und sozial den Herausforderungen der Zukunft stellen können.
Hierbei kann uns wiederum Kant eine Hilfestellung geben: „Voltaire sagte, der Himmel habe uns zum Gegengewicht gegen die vielen Mühseligkeiten des Lebens zwei Dinge gegeben: die Hoffnung und den Schlaf. Er hätte noch das Lachen dazu rechnen können;
Drei Dinge helfen,
die Mühseligkeiten
des Lebens zu tragen:
Die Hoffnung, der Schlaf
und das Lachen“ (Kritik der Urteilskraft - Kapitel 64 ).
Tatsächlich war Kant nicht der humorlose und biedere Moralist, wie er heutzutage nicht selten dargestellt wird. Echter Humor war ihm vielmehr geradezu ein Lebenselixier. Denn Kreativität und hintersinniger Humor sind schon immer Motoren menschlichen Fortschritts gewesen. Das Vermögen, sich selber immer wieder in Frage zu stellen und auch über die eigenen Unzulänglichkeiten zu lächeln, ist eine große Gabe. Der Konzils-Papst Johannes XXXIII, der die Türen und Fenster des Vatikans zur Welt öffnen wollte, meinte mit gehöriger Selbstironie: „Johannes nimm Dich nicht zu wichtig...“ Unsere Schule sollte daher vermehrt ein Ort der Hoffnung und des Humors sein. Gemäß unserem Leitbild sollen Schüler sich wertgeschätzt wissen, Fehler machen dürfen und sich mit Wissbegierde und Freude dem Lernen stellen, um fit für die Zukunft zu werden.
In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein hoffnungsvolles Schuljahr.
 

Herzlichst!  
Ihr
Johannes Josef Miller
Schulleiter Rosenstein-Gymnasium Heubach