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SaRose
 

SaRose – der Schulverein am Rosenstein-Gymnasium Heubach
 
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Comenius












Serbien 2019

Große Ehre für Heubacher Schulleiter in Novi Sad mit Empfang beim Bildungsminister

Heubacher Schüler der Klassenstufe 9 und 11 weilten mit ihren Lehrern Bernhard Degen, Dirk Wegner und Franziska Schuster beim jährlichen Austausch in der Partnerschule Jovan Jovanovic Zmaj in Novi Sad und zeitgleich waren auch der Schulleiter des Gymnasiums Johannes Josef Miller samt Abteilungsleiter Michael Schellhammer zwei Tage zugegen gewesen. 

Eingeladen wurden beide von der Administration der autonomen serbischen Provinz Vojvodina und dem Bürgermeister von Novi Sad, der zweitgrößten serbischen Stadt. Seit knapp acht Jahren leben beide Gymnasien eine lebendige Schulpartnerschaft. Das serbische Gymnasium ist das Elite-Gymnasium in Serbien und hat seit vielen Jahren Olympiasieger und unzählige Auszeichnungen im MINT-Bereich. Seit acht Jahren gibt es nun auch einen bilingualen Zug der MINT-Fächer in Deutsch. Dank Rudi Schmidt, ehemaliger Lehrer am RSG, und seiner Frau Milana war der Kontakt entstanden. 

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Für das Heubacher Gymnasium ist diese Partnerschaft eine große Bereicherung. Miller wurde dann auch noch vor rund fünf Jahren mit der gebürtigen schwäbischen Serbin Radmila Stoltmann vom ehemaligen Regierungspräsidenten Johannes Schmalzl zum Vorsitzenden eines Partnerschaftskomitees der beiden Regionen berufen, so dass er auch in dieser Funktion in Serbien weilte. Der Empfang beim Kultusminister der autonomen serbischen Provinz Vojvodina Nyilas Mihály, der gleichzeitig auch als stellvertretender Ministerpräsident und als Minister für die Minderheiten fungiert, war überaus wertschätzend und zuvorkommend. Nyilas Mihály ist zudem ein Parteifreund des langjährigen Parlamentspräsidenten Pastor, der sich seit Jahren intensiv um die deutsch-serbischen Beziehungen und um die Aufnahme Serbiens in die EU bemüht. Für künftige Projekte war der Empfang äußerst hilfreich, zumal Serbien nun auch seit April den Status eines „Erasmus Plus“ - Staates hat, was Schüler- und Lehreraustausch vereinfacht und fördert. Im Gespräch mit Nyilas Mihály und Schulleiter Radivoje Stojkovic, der gleichzeitig als wichtigster Bildungsexperte Serbiens gilt, wurde über die Möglichkeit einer Intensivierung der Beziehungen gesprochen und der Hoffnung Ausdruck verliehen, dass weitere deutsche Schulen eine solche Partnerschaft eingehen. Miller betonte nachdrücklich, dass es eine Beziehung auf Augenhöhe sei, ja dass seine Einrichtung viel von seinem serbischen Pendant lernen könne. Auch die Vorteile der dualen Ausbildung wurden angesprochen. 

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Als Kreisrat des Ostalbkreises und Mitglied im Trägerkreis der EATA, Ellwangen, versprach Miller ferner, zu versuchen, Fachkräfte und Auszubildende nach Ostwürttemberg zu holen, um sie dort qualifiziert auszubilden. Bilateral stehen zwischen beiden Gymnasien ferner weitere wichtige Projekte an. Auch der Empfang im Rathaus von Novi Sad war ausgesprochen freundlich. Bürgermeister Milos Vucevic ist es gelungen, dass Novi Sad 2021 ein Jahr lang Kulturhauptstadt Europas sein kann, was beide Schulen veranlasste, in diesem Jahr auch die zehnjährige Partnerschaft gebührend zu feiern.


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Europa entdecken
Auch in diesem Schuljahr konnten zahlreiche Schülerinnen und Schüler des Rosenstein-Gymnasiums die serbische Gastfreundschaft genießen und vieles voneinander lernen. Dabei wurde im achten Austauschjahr erneut ein Rekord gebrochen: Mit 50 Schülerinnen und Schülern aus den Klassenstufen 9 und 11 konnte die Heubacher Schule den Schüleraustausch mit der serbischen Partnerschule in Novi Sad auf den Balkan durchführen. Hierzu veröffentlichen wir einen Artikel unserer Schul- und Gemeindeschreiberin Franziska Kuhn.

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Serbien - ein ganz besonderer Schüleraustausch
Frankreich, Italien, Spanien. Dies sind typische Reiseziele eines Schüleraustauschs. So wirkt Serbien für manch einen auf den ersten Blick vielleicht etwas ungewöhnlich für eine Schülerreise. Zu diesem Land haben viele keinen wirklichen Bezug und wissen wenig über seine Kultur und Geschichte. Und genau deshalb haben jedes Jahr Schülerinnen und Schüler der 9. und 11. Klasse des Rosenstein– Gymnasiums Heubach die Möglichkeit, in das für viele unbekannte osteuropäische Land zu reisen und dessen Sitten und Kultur hautnah kennenzulernen.
 
Von Franziska Kuhn (J1)

Im Jahr 2012 kam erstmals die Idee auf, einen Schüleraustausch mit Serbien durchzuführen. Unter dem Motto "Die Donau verbindet" hatte das Innenministerium und das Kultusministerium Baden-Württemberg im Schuljahr 2012 einen grenzüberschreitenden Schülerwettbewerb ausgeschrieben. Über das "Haus der Heimat" wurden Schüler aus Baden-Württemberg aufgefordert, sich mit der Region Vojvodina in Serbien zu beschäftigen, in der viele sogenannte Donauschwaben seit mehr als zwei Jahrhunderten ansässig waren. Einige Schüler des Rosenstein-Gymnasiums verfassten dabei interessante Arbeiten, was Schulleiter Johannes Miller dazu bewogen hatte, den Gedanken einer Schulpartnerschaft aufzugreifen. Über das "Haus der Heimat" und mit Hilfe der Ortskenntnis von Oberstudienrat Rudi Schmidt nahm das Heubacher Gymnasium damals Kontakt zu dem Elite-Gymnasium Jovan Jovanović Zmaj in Novi Sad auf. Seit diesem Jahr reist jährlich eine Gruppe aus Schülern und Begleitlehrern des Rosenstein-Gymnasiums nach Novi Sad. So begaben sich auch dieses Jahr wieder in der Woche vor den Osterferien insgesamt 50 Schüler mit den Begleitlehrern Dirk Wegner, Bernhard Degen und Franziska Schuster auf die Reise.
Der erste Halt auf der weiten Fahrt nach Serbien war die Hauptstadt Österreichs: Wien. Dort besichtigte die Gruppe Schloss Schönbrunn und anschließend in Kleingruppen die Innenstadt. Ein weiterer Zwischenstopp war dann Budapest. Die eindrucksvolle Stadtbesichtigung nahm ihren Anfang auf dem Burgpalast Budapests. Von dort aus hat man einen weiten Blick über die Hauptstadt Ungarns. Die imposanten Gebäude raubten vielen Schülern den Atem und weckten in ihnen die Lust, mehr von der Stadt zu sehen. Doch nach zwei Stunden in der Innenstadt stand der Bus bereit zur Abfahrt nach Novi Sad in Serbien, wo die serbischen Austauschschüler schon ebenso gespannt wie die deutschen Partner auf die Ankunft warteten. Den darauffolgenden Tag verbrachten die Schüler jeweils in ihren Gastfamilien, wobei die Aktivitäten sehr unterschiedlich ausfielen. Während einige im Stadtpark oder am Donaustrand entspannten, begaben sich andere auf Shoppingtour in eines der drei Einkaufszentren oder verbrachten den Sonntag in der Schule bei Theaterproben oder Chemieprojekten.
Natürlich darf bei einer Reise nach Serbien auch nicht die Besichtigung der Hauptstadt fehlen und somit machten sich die Schüler am nächsten Tag auf den Weg nach Belgrad. Um viel über die Geschichte dieser Millionenstadt, sowie deren Sehenswürdigkeiten zu erfahren, bekamen die Teilnehmer der Reise eine geführte Stadtbesichtigung. Das bedeutendste Wahrzeichen die Festung Beogradska Tvrđava am Zusammenfluss von Donau und Save war dabei ein Highlight. Um aber nicht nur die Städte Serbiens kennenzulernen, sondern auch die faszinierende Natur und Landschaft, stand am nächsten Tag eine dreistündige Wanderung für die Teilnehmer des Austauschs bevor. Bei viel Sonnenschein und guter Laune wanderten die deutschen wie auch serbischen Schüler im Mittelgebirge südlich von Novi Sad Fruška Gora. Den letzten Tag verbrachte die Reisegruppe in Novi Sad mit der Besichtigung der Petrovaradiner Festung samt Führung durch die Katakomben.
Durch die gemeinsam verbrachten Tage und vor allem die abendliche Freizeitgestaltung bildeten sich schnell gute Freundschaften zwischen den Serben und Deutschen, sodass der anstehende Abschied allen sichtlich schwerfiel. Doch für die deutschen Schüler hatte die Reise noch keinesfalls geendet, denn als nächstes Ziel stand Kroatien mit den Plitwitzer Seen und Zagreb auf dem Plan. Ein weiterer Abstecher auf der Heimreise war noch Ljubljana, die größte Stadt Sloweniens, was einen schönen Abschluss der rundum gelungenen Reise bildete. In dieser einen Woche hatte die Reisegruppe insgesamt fünf Hauptstädte und deren Länder kennengelernt und somit verschiedene Erfahrungen und Eindrücke gesammelt. Doch wohl der wichtigste Aspekt der Reise sind die neuen Bekanntschaften, die die Teilnehmer des Austauschs gemacht haben. Und es hat sich gezeigt, dass es sich lohnt, wenn man seinen Blick auch einmal für Länder und Orte jenseits der bekannten haupttouristischen Ziele öffnet.