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Interview mit dem Schulleiter vom 20.02.2015

Gmünder Tagespost, 20.02.2015

Soziale Kompetenz ist das Wichtigste
Der Rektor des Rosenstein-Gymnasiums Johannes Miller über Schülerzahlen und konkurrierende Privatschulen.

Vor fünf Jahren waren waren es noch 807, seitdem geht's abwärts mit der Anzahl der Schüler am Rosenstein-Gymnasium: 798, 727, 722 auf aktuell 701. Woran liegt's? Redakteur David Wagner sprach mit Schulleiter Johannes Miller.


Herr Miller, seit dem Schuljahr 2012/13 gehen die Schülerzahlen am Rosenstein-Gymnasium zurück. Woran liegt's?
Zuallererst an der Einführung des achtjährigen Gymnasiums. Dadurch fehlt uns eine ganze Klassenstufe, das sind etwa 80 bis 100 Schüler.

Das ist alles?
Sinkende Schülerzahlen sind natürlich auch der allgemeinen demografischen Entwicklung geschuldet. Und den Baumaßnahmen, die gerade bei uns laufen. Da habe ich im vergangenen Jahr viel weniger Werbung gemacht, um nicht vier Züge einrichten zu müssen. Zudem haben einige Grundschulabgänger mit Gymnasialempfehlung andere Schularten gewählt. Somit gab es weniger Anmeldungen als im Vorjahr, einige Abgänge während des Schuljahres und einen sehr starken Abi-Jahrgang, der uns verließ.

Spüren Sie auch den Konkurrenzdruck privater Gymnasien, wie in Mutlangen oder Abtsgmünd?
Nach Mutlangen gehen meines Wissens nicht sehr viele Schüler aus der VG Rosenstein. Anders ist die Situation mit Abtsgmünd, da zieht es vor allem aus Heuchlingen viele hin. Das schmerzt uns natürlich schon.

Wie kann man gegensteuern?
Wir haben ein sehr hohes Niveau in Heubach. Das gilt es erst einmal zu halten.

Wie denn?
Zum einen sind wir in den Naturwissenschaften erwiesenermaßen exzellent und als MINT-EC-Schule ausgezeichnet. Dieses Profil müssen wir weiterhin schärfen als Eckpfeiler unserer Schule erhalten. Auch in den Bereichen Fremdsprachen und journalistisches Profil haben wir ein hohes Niveau. Außerdem haben wir als erstes staatliches und allgemeinbildendes Gymnasium Nordwürttembergs das Reformprojekt „Freiarbeit" etabliert.

Ähnliches bieten aber auch private Gymnasien an.
Das stimmt wohl. Was uns aber besonders auszeichnet ist, dass wir in der Oberstufe nahezu alle Fächer unterrichten können, wir sind durch unsere Drei- bis Vierzügigkeit hier sehr gut aufgestellt. Kleine Gymnasien können das nicht leisten. Nicht zu vergessen: Unser einzigartiger Schulverein, der vor allem kulturell viel bietet und fördert und sich als Bildungsinstitution für Jung und Alt versteht.

Ob das reicht? Das Gymnasium in Abtsgmünd ist Ganztagesschule mit Mensa, Betreuung und allem drum und dran.
Wir haben ein freiwilliges und kein verpflichtendes Ganztagesangebot, das neben dem Mittagessen unentgeltlich ist mit Förderprogrammen für schlechtere und trefflich begabten Schülern, sowie allerlei Arbeitsgemeinschaften, die jedoch durch die rigide Sparpolitik der Landesregierung gegenüber den Gymnasien weniger geworden sind.

Dann ist also die Politik schuld?
Gute Bildung darf jedenfalls nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig sein. Wichtiger als alle Exzellenz-Initiativen und Lehrpläne ist meiner Ansicht aber sowieso die soziale Komponente. Wir müssen den Schülern ein gut ausgebildetes, soziales Know-How vermitteln, Das tun wir in Heubach, abgeleitet von unserem Schulleitbild „offen, sozial, engagiert".

Sind das nicht nur leere Worte?
Keineswegs. Wir machen hier regelrechtes soziales Training, von Anti-Mobbing-Programmen bis zum Konfliktmanagement. Und wir stellen uns dabei der Prüfung und Evaluierung von Außen, zum Beispiel mit dem Präventionsprogramm des Landes „Stark, stärker, Wir." Uns geht es um die Würde des einzelnen Kindes, darum, allen Schülern immer wieder aufs Neue eine Chance zu geben.

Dasselbe würden kirchliche Schulen auch für sich in Anspruch nehmen.
Das kann schon sein. Aber gerade das zeigt doch, dass wir uns als staatliche Schule nicht verstecken müssen. Für mich persönlich ist das eine Herzensangelegenheit.