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Rosenstein-Gymnasium
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Schulverein SaRose

SaRose
 

SaRose – der Schulverein am Rosenstein-Gymnasium Heubach
 
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Comenius












Elternbriefe 2012/2013

Oktober 2012

 

Frohen Mutes ins neue Schuljahr!


Diejenigen, die keine Fehler machen, machen den größten aller Fehler: sie versuchen nichts Neues.

Anthony de Mello


Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen des Rosenstein-Gymnasiums!

In jedem Beginnen wohnt nicht nur ein Zauber inne, es ist auch jedes Mal aufs Neue eine gute Chance zum Neu-Beginnen, zum „Reset" wie es in der Computersprache heutzutage so schön heißt. Diese Lebensweisheit ist natürlich auch in der Lebenswelt Schule gegeben. Das „neue Heft" lädt unsere Schüler dazu ein, es in diesem Schuljahr noch besser zu machen. Aber auch für Kollegium und Schulleitung bieten sich neue Möglichkeiten zur Optimierung. Wo viel getan und geleistet wird, geschehen leider auch manche Fehler. Dabei ist für mich ein Zweifaches wichtig:
(1) Fehler dürfen gemacht werden, denn aus Fehlern lernt man oft mehr als durch ein gelungenes Agieren.
(2) Wer aus Ängsten heraus nichts Neues wagt, macht auch keine Fehler. Dabei gilt der obige Spruch von Anthony de Mello!
In einer Schule sollte daher für alle Beteiligte ein angstfreies Klima gegeben sein; jeder sollte sich mit seinen Stärken und Möglichkeiten mutig einbringen können als Schüler, Lehrer oder Eltern.
Kaum begonnen finden wir uns im neuen Schuljahr schon in voller Betriebsamkeit wieder. Die ersten Klassen- und Vergleichsarbeiten stehen an. Der eine oder andere Unterrichtsausfall in den Fächern Latein, Katholische Religion und Kunst ist auch schon zu beklagen, weil wir mit zwei erkrankten Lehrern starten mussten.
Leider werden vom Kultusministerium keine MAU-Stunden (Mehrarbeitsunterrichtsstunden) als kleine Aufwandsentschädigung mehr bewilligt, mit denen wir  in der Vergangenheit sogar große Lücken füllen konnten. Umso mehr giltmein Dank den Kollegen, die freiwillig über ihren Auftrag hinaus unterrichten, damit kaum Ausfälle gegeben sind.
Ärgerlich ist es auch, dass uns ebenfalls von oben in den Sommerferien die vorher zugesagte Teilung der jetzigen 9c untersagt worden ist.
Weit mehr jedoch hat uns alle der plötzliche Tod unseres Schülers Benedikt Aich betroffen gemacht, der unmittelbar  vor Schuljahresbeginn verschied. Seinen Eltern und Schwestern gilt unser aller Mitgefühl!
Unsere neuen 5er sind inzwischen in unserer Schule - wie ich meine - gut angekommen. Erstmalig begannen wir mit einem ökumenischen Gottesdienst und Kennenlerntagen.
Die Stundenpläne konnten auch rund eine Woche vor dem Startschuss eingesehen werden, vor allem für die berufstätigen Eltern eine große Hilfe. Eine große Hilfe ist nun auch für unsere Verwaltung gegeben, indem das Sekretariat von 7.35-9.00 Uhr für Publikumsverkehr geschlossen ist.
Sehr stolz sind wir, dass wir seit dem 14. September als vollwertiges Mitglied in den exklusiven Kreis der MINT-EC - Schulen (insgesamt 165 in ganz Deutschland!) aufgenommen worden sind. Abteilungsleiter Thomas Becker und seinen Kollegen aus den Naturwissenschaften gilt mein großer Dank! Danken möchte ich auch der Spanisch-Fachschaft für die sehr erfolgreiche Absolvierung unseres ersten TELC-Jahrgangs gratulieren. Ab diesem Schuljahr bieten wir in der Sekundarstufe II das Pilotprojekt „Literatur und Theater" an. Schüler können nun in diesem Fach ihre mündliche Abiturprüfung absolvieren.
In den Sommerferien erschienen in der lokalen Tagespresse am 10.8. Artikel unserer fünf Stadtschreiberinnen über den Literaten Rolf Hochhuth, den diese zusammen mit Helmut Rössler in Berlin besucht hatten. Die Artikel werden nun auch in den Einblicken veröffentlicht. Zu Beamten auf Lebenszeit wurden die Studienräte Challier und von Rüden ernannt. Neu an unserem RSG sind Frau Christiane Weis (Deutsch/Biologie), Herr Marcel Sonnentag (Spanisch/Englisch) und Studienreferendar Constantin Rupp (Englisch/Chemie).  Frau Stark ist nach der Elternzeit wieder an Bord.
Die Termine des Schuljahres sind je aktuallisiert auf unserer Homepage einsehbar. So wünsche ich nun uns allen ein erfolgreiches Schuljahr und vor allem eine gute und engagierte Schulgemeinschaft!

Herzlichst 

Ihr Johannes Josef Miller

 

Dezember 2012


Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen des Rosenstein-Gymnasiums!

Nun schon zum zweiten Mal darf ich als Schulleiter des Rosenstein-Gymnasiums einen Weihnachtsbrief schreiben. Gefühlt bin ich selbst schon jahrelang am RSG, tatsächlich sind es nicht einmal anderthalb Jahre. Es erfüllt mich mit großer Freude, hier sein zu dürfen.
Das vergangene Kalenderjahr war von vielerlei Aktivitäten und schönen Erlebnissen geprägt. Leider gab es auch Leiderfahrungen. Todesfälle und schwere Erkrankungen erschütterten unsere Schulgemeinschaft.
Unser hochgeschätzter und beliebter Kollege Dr. Helmut Rössler ist seit Wochen krank und wird wohl auch in den nächsten Monaten nicht ans „Katheder des Lehrenden" zurückkehren, an dem er mit großer Leidenschaft höchst erfolgreich wirkt. Bleibt zu hoffen, dass er alsbald gesundet. Ihm auch an dieser Stelle beste Genesungswünsche! Dank unserer engagierten und solidarischen Kollegen Sorg, Wonnenberg, Alber und Sonnentag sind kaum Stunden ausgefallen. Ab Januar wird zudem Bernhard Degen den Deutsch-Abiturkurs übernehmen.
Dessen Deutsch-Lehrauftrag in Klasse 6 übernimmt vermutlich unsere Kollegin Christina Schubert, die nun ein halbes Jahr früher aus der Elternzeit zurückkehren wird und auch noch den Schreib-Kurs "Jugend und Wirtschaft" von Dr. Rössler übernehmen wird. Erfreulich ist indessen, dass unser Kollege Günther Wilka nach
längerer schwerer Erkrankung wieder ein paar Stunden unterrichten kann.
Es ist für mich sehr beeindruckend, wie solidarisch unsere Schulgemeinschaft (Eltern, Schüler, Lehrer) insgesamt agiert. Dies zeigte sich auch im erfolgreichen gemeinsamen Kampf um den Erhalt der gymnasialen Bildungspläne, die vom Diktat des Kultusministeriums her ursprünglich zu einem Einheitsbrei nivelliert werden sollten. Auch künftig wird es ein tatkräftiges Anliegen sein müssen, das Gymnasium in Baden-Württemberg mit seinem guten Niveau zu verteidigen. Denn vor ein paar Tagen gab es trotz der beschwichtigenden Worte unseres Ministerpräsidenten Kretschmann das Statement seiner Parteifreundin und Grünen-Landeschefin Thekla Walker: "Wir stehen zu unserem bildungspolitischen Ziel: eine Schule für alle", sagt sie. „Die Frage ist nur, in welchem Zeitraum wir das erreichen."
Das Gymnasium hier vor Ort in Heubach zu stärken, dies bewiesen einmal mehr die Stadträte von Heubach, die letzte Woche im Rahmen einer Bauausschuss-Sitzung sich selbst ein Bild vom Raumbedarf und dringend erforderlicher Sanie-
rungs- und Brandschutzmaßnahmen gemacht hatten. Im Jahre 2014 werden daher wohl umfangreiche Baumaßnahmen vorgenommen werden.

Doch nun gilt es, sich im Sinne J. S. Bach auf das Christfest einzustimmen:

„Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage!" Das Christfest möge uns eine Zeit sein, in der Wunden heilen, Menschen sich menschlich begegnen, Muße und Erholung allenthalben erlebt werden und
sich mehr denn je die Herzen für den sich in Not und Leid befindlichen Nächsten öffnen.

Herzlichst

Ihr Johannes Josef Miller


März 2013


Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen des Rosenstein-Gymnasiums!

"Per aspera ad astra!" - durch die Mühen hindurch zu den Sternen! An unserem RSG gibt es hierzu
einige aktuelle Beispiele:

Die erste Hälfte des Schuljahres ist geschafft, so wird der Rest auch noch gelingen. Ein gutes Lernklima und allseits eine gute Motivation ist dabei „die halbe Miete"!

Beim einen oder anderen Schüler sind die nun erhaltenen Halbjahresinformationen ein wichtiger Ansporn jetzt erst recht zu lernen, um bessere Leistungen zu erreichen. Wichtig sind hierbei auch Eltern-Lehrergespräche, zu denen ich Sie herzlich einlade! Gegenseitige Rückmeldungen und Infos helfen allen Beteiligten ein
gutes Gelingen zu erreichen.

Das Herzstück einer Schule ist ein guter Unterricht. Dies bereitet nicht zuletzt durch die weggefallene verpflichtende Grundschulempfehlung zunehmend Schwierigkeiten.
Daher hat sich eine Arbeitsgruppe „Unterrichtsentwicklung am RSG" seit Beginn dieses Schuljahres mit sehr viel Engagement aufgemacht, neue Lernmethoden zu entfalten. So führen wir nun als Schulversuch mit Genehmigung der Schulkonferenz offene Unterrichtsformen im kommenden Schuljahr beginnend mit den neuen 5ern in einer Testphase ein. Für die Schüler ist dies in den Grundschulen zumeist ein gängiges Lernverhalten.

In Anlehnung an die Montessori-Pädagogik sollen die Schüler individuell besser in der offenen Freiarbeit gefördert werden können. Die Test- bzw. Einführungsphase beträgt zunächst zwei Jahre und wird nach positiver Evaluation fortgesetzt, wovon ich ohne Einschränkung überzeugt bin! Umfangreiche Vorarbeiten wurden und werden hierzu von den Kollegen unter der Federführung von Abteilungsleiter Thomas Becker geleistet.
Dafür ein herzliches Danke!

Längst überfällig und durch die Einführung der Gemeinschaftsschule absolut notwendig ist für
Heubach ein Schulentwicklungsplan, der nun mit viel Elan unter der Leitung von Bürgermeister
Frederik Brütting erstellt wird. Mit von der Partie sind dabei auch die Repräsentanten unserer Schule, Lehrer-, Schüler- und Elternvertreter sowie die Schulleitung. Übergänge von den KiTas in die Grundschulen und von diesen in die Sekundarstufe I sollen dadurch optimiert werden; vielfältige Kooperationen der verschiedenen Schularten werden angestrebt zum Wohle unserer Kinder.

An dieser Stelle ist besonders einem Kollegen zu danken, der sich seit über 34 Jahre um unsere
Schule und unsere Schüler verdient gemacht hat: mein Stellvertreter,
Studiendirektor Bernhard Abele!


Er hat jüngst sein 40-jähriges Dienstjubiläum feiern dürfen. Ja, eigentlich ist er Mr. Rosenstein! Bernhard Abele ist der erste Abiturient unserer Schule 1970! Danach war er Zeitsoldat (Leutnant der Reserve). Nach dem Studium an der Universität Stuttgart der Fächer Mathematik und Physik und dem Referendariat (im ersten Jahr in Fellbach) wurde er 1979 an unserer Schule zum Studienassessor und 1981 zum Studienrat ernannt. Zehn Jahre später erfolgte die Ernennung zum Oberstudienrat und 1997 zum Studiendirektor zur Koordinierung von schulfachlichen Aufgaben am Rosenstein-Gymnasium. Seit August 2004 ist er der Stellvertreter des Schulleiters. In all diesen Jahren hat sich Bernhard Abele mit viel Mühen und Engagement für die Schule und die Schüler eingesetzt. Als Stundenplaner und Verantwortlicher der Vertretungspläne gelingt ihm aufgrund unserer Raumnot geradezu immer wieder "die Quadratur des Kreises"! Unaufgeregt, sehr kompetent und mit entwaffnender Freundlichkeit ist er augenscheinlich der Vater der „Kompanie"!

Uns allen nun viel Kraft und ausreichend Motivation zum Gelingen der zweiten Hälfte des Schuljahres, auf dass wir uns „den Sternen nahen"!


Herzlichst

Ihr Johannes Josef Miller



Juni 2013


Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und
Kollegen des Rosenstein-Gymnasiums!


Schule in Europa!

Großer Festakt am  2. Mai an unserem Rosenstein-Gymnasium, denn Landrat Klaus Pavel kam höchst persönlich, um den offiziellen Europatag des Ostalbkreises in Heubach zu begehen und die Preisträger des jährlichen Europawettbewerbs zusammen mit MdB Norbert Barthle zu würdigen. Die Schulgemeinschaft des
RSG konnte sich über  Bundes- , Landes- und Kreissieger freuen. Mein Dank gilt natürlich auch den Kollegen, die die Schüler beim Wettbewerb begleitet und die zusammen mit unseren Hausmeistern den Festakt organisiert hatten.

Damit Europa noch stärker zusammenwächst, sind wir als Schulen ganz besonders gefordert. Unser jährliches Austauschprogramm mit Tarragona (Spanien), Laxou bzw. Grenoble (Frankreich), Novi Sad (Serbien) dient nicht nur der Sprachförderung, sondern auch dem kulturellen, politischen und persönlichen voneinander Lernen und damit dem Geist eines friedvollen und erfolgreichen Zusammenlebens in Europa. Zur Zeit wird zudem ein Comenius-Projekt fürs nächste Schuljahr mit einer Schule aus Florenz vorbereitet, vielleicht könnte daraus eine Italienisch-AG hervorgehen. Das Stichwort AG macht mich indes missmutig, denn die grün-rote Landesregierung hat sämtliche AGs und weitere wichtige Zusatzstunden an Gymnasien restlos gestrichen, nur zwei Stunden Musik bleiben erhalten.

So müssen wir wohl unsere seit zwanzig Jahren  bestehende Kletter-AG von Robert Felch stornieren, obwohl diese einen für Heubach sehr hohen und immensen sozialen Stellenwert hat, da die AG eine Kooperation mit der Schillerschule und der Mörikeschule ist. Ärgerlich ist es auch, dass ebenso die fünf Stunden Hausaufgabenbetreuung gestrichen worden sind, aus diesen fünf haben wir am RSG die dreifache Anzahl an Fachtraining kreiert. Wer Bildungsgerechtigkeit will, darf gerade diese hilfreichen Stunden nicht streichen, die eine wirkliche Alternative zu teuren Nachhilfestunden sind, die sich nur gut verdienende Eltern für ihre Kinder leisten können. Viele weitere Einschnitte und Änderungen werden uns ereilen, so dass am Dienstag, 4. Juni 2013 eine Personalversammlung des Kollegiums stattgefunden hat. Vorab gab es schon vor einigen Wochen einen Brief an Kultusminister Stoch, in dem ein großer Teil des Kollegiums seine Sorge um den Bestand einer soliden gymnasialen Ausbildung kundtat. Dieser Brief ist jedoch noch nicht beantwortet worden.

Ja eine Schule soll zu einem wachen und mündigen politischen Bewusstsein erziehen! Daher haben einzelne Kollegen unter der Federführung von Dr. Helmut Rössler Schüler aufgefordert, am politischen Schüler-Wettbewerb des Landtags teilzunehmen. Von den insgesamt dreitausend Einsendungen in Baden-Württemberg  hat das RSG einen vergleichbar großen Anteil mit vielen Teilnehmern und mit etlichen Preisträgern, am 13. Mai gab es die Preisverleihung mit Bürgermeister Frederik Brütting und MdL Klaus Maier.

Zum politischen Bewusstsein gehört auch die Erinnerung an die Vergangenheit. Eine Ausstellung mit Vernissage zur Widerstandsgruppe   "Weiße Rose"  hat unlängst am RSG stattgefunden und soll nun jährlich am Holocaust-Gedenktag aufgestellt werden, zudem waren hierzu alle interessierten Bürger eingeladen. Die Schüler sollen lernen, dass Zivilcourage wichtig ist - auch in unserer Demokratie!

Zu guter Letzt möchte ich noch an unsere erfolgreichen und zahlreichen unlängst abgeschlossenen Bildungspartnerschaften erinnern, mit denen wir unsere Schüler stark machen wollen für den künftigen Arbeitsmarkt in Europa.

Uns allen nun viel Kraft und Esprit für die restlichen Wochen des Schuljahres!

Herzlichst

Ihr Johannes Josef Miller


Juli 2013


Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen des Rosenstein-Gymnasiums!

Durch Scheitern „gscheid"?

Zum menschlichen Leben gehört das Scheitern im Großen wie im Kleinen! Wer um sein Gewicht kämpft, wer pünktlich sein möchte, wer eine bestimmte Leistung erzielen will, wer eine Erfindung machen möchte, stets ist das mögliche Scheitern ein ungewollter und unerwünschter, manchmal sogar notwendiger Wegbegleiter! Da heißt es dann jeglicher Frustration zum Trotz: Jetzt erst recht! Wahre Größe zeigt sich im Aufstehen! Wer erneut wagt, der gewinnt eher! Denn im Scheitern fußt auch eine Chance des inneren Wachsens. Wer ein Leben mit Brüchen erlebt, der kann erst recht als Persönlichkeit immens reifen und zu einem tüchtigen und erfolgreichen Zeitgenossen werden. Daher ist es mir gerade jetzt am Schuljahresende zur Zeit der Zeugnisse wichtig, dass ein Schüler als Mensch nicht an seiner erbrachten Leistung zu messen ist, sondern wie aufrichtig er sich als Mensch zeigt und sich für die Gemeinschaft und für andere einbringt.
Natürlich ist es für Schüler wunderbar und für die Eltern beruhigend, wenn im Zeugnis gute und sehr gute Noten attestiert werden, aber bei schlechteren Zensuren oder einem „Sitzenbleiben" oder gar Verlassen-Müssen der Schule geht die Welt auch nicht unter! Eine Tragödie wird es vielmehr dadurch, wenn wir als Eltern und als Lehrer den gescheiterten Schüler abstrafen oder sogar lächerlich machen. Vielmehr sollten wir einem jungen Menschen lieber eine Chance zu viel, als eine zu wenig geben.
Durch ein vermeintliches Scheitern kann sich erst recht späterhin ein großer Erfolg einstellen. Hinzu kommt: Wer einmal selbst gescheitert ist, hat meist anderen Menschen gegenüber ein höheres Maß an Geduld und Wertschätzung, weil er ja selbst um die Vergänglichkeit und Brüchigkeit des Lebens weiß. Hoffen wir, dass es uns allen gelingt, unseren Kindern und Schülern bei schlechten Zensuren dennoch stets wertschätzend zu begegnen.
Unser Leitbild (offen, sozial, engagiert) kann uns auch hierbei eine wichtige Hilfestellung sein. In
diesem Schuljahr ist an unserem Rosenstein-Gymnasium gleichwohl recht viel gelungen:

  • Die Aufnahme in den exklusiven Club der 9 MINT-EC-Schulen von Baden-Württemberg,
  • bislang 15 Bildungspartnerschaften mit namhaften Firmen der Region,
  • eine erfolgreiche Teilnahme an zahlreichen Wettbewerben und Sportveranstaltungen,
  • Schüleraustauschfahrten mit Grenoble, Novi Sad und Tarragona.
  • der Europa-Tag des Ostalbkreises mit Landrat Pavel an unserem Rosenstein-Gymnasium,
  • die Arbeitsgruppe zu neuen Lernformen,
  • 81 bestandene Abiturprüfungen und vieles andere mehr...

Die Zeugnisse sind gemacht und können sich sehen lassen. Das Niveau ist insgesamt ordentlich, ja zum Teil sogar auch außerordentlich und überragend. Den Kolleginnen und Kollegen sei an dieser Stelle für ihr großes und erfolgreiches Engagement ein herzliches Dankeschön gesagt! Aber auch den Schüler- und Elternvertretern möchte ich ganz herzlich für das sehr gute Miteinander danken!

Unsere Schule verlassenzum Ende des Schuljahres nun folgende Lehrer: Frank Hammer, Stefanie
Steimle, die Referendare Lisa Federsel, Jasmin Pfau, Julia Pesch und unser Abteilungsleiter Studiendirektor Konrad Sorg. Er geht in den wohlverdienten Ruhestand. Ihnen allen großen Dank
für Ihr Wirken an unserem Rosenstein-Gymnasium.
Uns allen wünsche ich nun erholsame Sommertage und beim Scheitern irgendeines Vorhabens immer wieder die Kraft aufzustehen sowie bei Konflikten das Vermögen, versöhnlich und stets
wertschätzend aufeinander zuzugehen.

Herzlichst

Ihr Johannes Josef Miller