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Schulverein SaRose

SaRose
 

SaRose – der Schulverein am Rosenstein-Gymnasium Heubach
 
 
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Elternbriefe 2013/2014



Elternbrief des Schulleiters (Juli 2014)

Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Wieder geht ein Jahr!

 „Wieder geht ein Jahr
Alles Gute, danke, klar
Immer noch ein Grund zu feiern
Ich seh ein graues Haar…“

Kaum zu glauben, dass das Schuljahr 13/14 schon wieder zu Ende gegangen ist. Wieder geht ein Schuljahr, das uns insgesamt einen Grund zum Feiern gibt. Gute Abitur-Ergebnisse, allenthalben ansprechende Leistungen unserer Schüler quer durch unsere Klassen hindurch, Schüler, die gerne in ihre Schule gehen, Lehrer, die engagiert und mit Freude unterrichten, Projekte, die über den Unterricht hinaus zur ganzheitlichen Erziehung beitragen, ein Schulgebäude, dass saniert und neuen Standards gerecht wird. Insgesamt also ein Schuljahr, das gemäß unserem Leitbild von gegenseitiger Wertschätzung und gutem Klima geprägt war.
Wieder geht ein Jahr, in dem jedoch in manchen Situationen tatsächlich graue Haare wachsen konnten. Denn wo so viele Menschen so eng zusammenarbeiten und zusammenleben, bleiben Konflikte natürlich nicht aus. Das Wort Konflikt kommt vom Lateinischen „confligere“ (zusammenstoßen) bzw. „conflictus“ (Zusammenstoß). Ein Konflikt ist daher dann geben, wenn unterschiedliche Interessen aufeinander prallen. In so einer großen Gemeinschaft nimmt es natürlich nicht Wunder, dass es Interessen-Kollisionen gibt. Schüler, die sich mitunter ungerecht behandelt fühlen; Lehrer, die sich von der Schulleitung gegängelt wähnen; und vieles andere mehr. Dabei ist es wichtig, dass diese Konflikte eben auch gemäß unserem Leitbild angegangen werden und so eine gemeinsame Konfliktlösung gefunden wird.
Wir haben auf unserer Homepage ja unser Konfliktmanagement eingestellt (unter: Schulleitung informiert / pädagogische Aufgaben). Unsere Streitschlichter agieren nach einer trefflichen Ausbildung im schulischen Alltag zum Wohle der Schüler. Mit unserem Sozial-Curriculum schaffen wir eine gute Basis für ein verantwortungsbewusstes Handeln unserer Schüler. Wir sind zudem als Gymnasium eines von wenigen Gymnasien Mitglied des Präventionsprogramm des Landes "stark. stärker. WIR". Graue Haare bekomme ich immer noch, wenn ich daran denke, dass unser erfolgreiches Förderprogramm und der AG-Bereich von der Landesregierung sehr stark beschnitten worden ist. Indes machen wir aus der Not eine Tugend und werden nun weiterhin mit sehr guten Schülern unser Fachtraining weiter ausbauen.
Ein herber Wermutstropfen war im zu Ende gehenden Schuljahr der jähe und allzu frühe Tod meines Vorgängers OStD Hans-Joachim Jauernig in der Vorweihnachtszeit. Unsere Schule hat ihm unendlich viel zu verdanken. Unser aller Mitgefühl gilt seiner Gattin.
Eine Fülle von Haaren werden grau, wenn ich vergegenwärtige, dass nun mein Stellvertreter Studiendirektor Bernhard Abele in seinen wohl verdienten Ruhestand geht! Es war für mich ein großes Geschenk, mit ihm drei Jahre zusammenarbeiten zu dürfen. Bernhard Abele war für unsere Schule ein großer Segen! Als erster Abiturient hat er 1970 die Hochschulreife an unserem Gymnasium abgelegt und kehrte bald nach Studium und Referendariat an "seine" Schule als sehr beliebter Lehrer zurück. Verlassen werden uns nun auch Oberstudienrat Zorn, auch er hat sich seinen Ruhestand verdient, und die Referendarinnen Franziska Kühnle und Özlem Kilinc und die Referendare Benjamin Möller und Constantin Rupp, sowie die Religionslehrerin Julia Schräder. Im Mutterschutz bzw. Elternzeit sind inzwischen Frau Simona Stark, Anna Christ, Christine Ott (geb. Allmendinger), Susanne von Raußendorf (geb. Günther).
Ihnen allen ein herzliches Dankeschön für ihren Einsatz und für die Zukunft alles erdenklich Gute!
Eine Herausforderung der besonderen Art erwartet uns alle ab dem letzten Schultag, weil die großangelegte und umfassende Modernisierung unseres Schulgebäudes beginnt und im nächsten Schuljahr besonders von meinem designierten Stellvertreter Thorsten Groß an organisatorischem Vermögen und an Kreativität alles abverlangen wird.
Doch nun gilt zunächst: „Wieder geht ein Jahr. Alles Gute, danke, klar. Immer noch ein Grund zu feiern!"

Herzlichst Ihr Johannes Josef Miller
Schulleiter



Elternbrief des Schulleiters (Juni 2014)


Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen!

„Schwarzbrot statt Kuchen!“

Zugegeben, mir persönlich schmeckt Kuchen weit aus mehr als Schwarzbrot. Doch wenn ich nur mit Kuchen abgespeist werden würde, wäre dieser offensichtliche Hochgenuss nicht mehr ganz so reizvoll und aus gesundheitlichen Gründen geradezu problematisch. Um genussfähig zu bleiben und gesundheitlich keinen allzu großen Schaden zu erleiden, bleibt der Genuss von Kuchen wohlüberlegt auf besondere Ereignisse beschränkt. Letztlich bin ich persönlich mit dieser selbstauferlegten Askese ("Übung") gottlob erfolgreich.
Dies erinnert mich an die beiden Bildgeschichten von Wilhelm Busch „Der Lohn des Fleißes“ und „Die Strafe der Faulheit“. In der "Strafe der Faulheit" wird der von seinem Frauchen mit unendlich viel Kuchen verwöhnte Hund Schnick von einem Hundefänger auf einfachste Weise gefangen und getötet. Der arme Hund wurde in keiner Weise auf das Leben als Hund vorbereitet und konnte daher auch mit Unbill und Widrigkeiten nicht umgehen. In einem Buch (Schnups, der arme Wohlstandsknabe), das vor über dreißig Jahren von Adalbert Seibolt veröffentlicht worden ist, wird dieser Inhalt auf einen Jungen übertragen, der von seinen Eltern überaus verwöhnt worden war und sich dadurch als junger Erwachsener im Leben nicht zurecht finden konnte.
Ganz anders ergeht es jedoch dem Hund im "Lohn des Fleißes". Zwar wird auch er ein Opfer des Hundefängers, der jedoch beim Fangen des mit sehr viel Fleiß trainierten und mit gewissen Entbehrungen erzogenen Hunds unendlich viel Mühe aufbringen muss. Letztlich kann der Hund ob seiner Geschicklichkeit dem Unhold entkommen. Das Schwarzbrot hat den Kuchen bei weitem übertroffen.
Auch in einer Schule kann es im übertragenen Sinne nicht unentwegt Kuchen geben. Der alte, abgewandelte Spruch Senecas "Nicht für die Schule, sondern fürs Leben lernen wir!" ("non scholae, sed vitae discimus") ist dem geschuldet. Die Schule soll mit ihrem Wissen und mit ihrer Lebenswirklichkeit auf das Leben vorbereiten. Dabei spielt das Ethos einer solchen Einrichtung eine wichtige Rolle. Eben dieses wird in unserem gemeinsam entwickelten Leitbild evident. Gegenseitige Wertschätzung und Achtung sind dabei von hoher Bedeutsamkeit. Dieses darf jedoch nicht einseitig eingefordert werden, ohne es selbst einzuhalten. So ist selbst im Einüben von Tugenden und nicht nur im Erarbeiten von schulischem Wissen mitunter Schwarzbrot angesagt, auf dass nicht einseitig auf Kosten von anderen Privilegien eingefordert werden.
Im Schulleben unseres Rosenstein-Gymnasiums gibt es natürlich auch während des Schuljahres echte Sahnehäppchen, vor allem in unseren außerunterrichtlichen Aktivitäten wie den Studienfahrten. Dies ist auch gut so, aber die eigentliche schulische Betriebsamkeit darf nicht darunter leiden, wie dies leider vor einigen Wochen mit nicht wenigen Unterrichtsausfällen der Fall war. Zumal Lehrer aufgrund der von oben auferlegten Zweit- und Drittkorrekturen des Abiturs zurecht freie Tage innehatten und zudem einige erkrankt waren. Ferner haben wir das höchst freudige Ereignis von fünf Schwangerschaften zu kompensieren, was mitunter einer Quadratur des Kreises gleichkommt. Unser hehres Ziel bleibt natürlich, dass möglichst wenig Unterricht ausfällt. Denn auch hier hat das Schwarzbrot Vorrang vor dem Kuchen! Uns allen wünsche ich nun zum Ende dieses Schuljahres einen erfolgreichen Endspurt!

Herzlichst Ihr Johannes Josef Miller
Schulleiter



Elternbrief des Schulleiters (Februar 2014)


Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Die Weihnachtszeit und der Beginn des neuen Jahres waren an unserer Schule sehr stark vom Schock und der Trauer über das plötzliche Hinscheiden meines Vorgängers Hans-Joachim Jauernig geprägt. OStD a.D. Jauernig hat sich in den fast drei Jahrzehnten seines Wirkens um unsere Schule überaus verdient gemacht. Das Rosenstein-Gymnasium war sein Lebenswerk! Wir werden ihn in dankbarer Erinnerung behalten. Seiner Frau gilt unser aller Mitgefühl!

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Halbzeit - „Auf zum Endspurt!"

Eine Halbzeit ist im Sport gemeinhin die kurze Phase des Kraftholens, Verschnaufens und sich neu auf den Spielverlauf Einstellens. Im alltäglichen Schulbetrieb ist dieses Innehalten, Reflektieren und sich aufs Neue Ziele zu setzen zumeist bei der Halbjahresinformation gegeben.

Für den einen Schüler war diese Information sicherlich eine Bestätigung all seines Schaffens, ein anderer Schüler wird hingegen damit konfrontiert, dass er sich noch besser ins Zeug legen muss. Nicht selten liegt ein dürftiges oder gar schlechtes Zeugnis lediglich an der Lernhaltung des Schülers, eher seltener an einer Überforderung.

Für beides gibt es an unserer Schule wichtige Unterstützungsmöglichkeiten. Wenn sich Schüler überfordert fühlen, ist der Gang zu unserem Schulsozialarbeiter Andreas Dionyssiotis oder zu unserer Beratungslehrerin Oberstudienrätin Elisabeth Bujotzek möglich, ja wünschenswert. Bei Frau Bujotzek kann man neben Testverfahren zur Schullaufbahn auch das „Lernen lernen" einüben und zu einer mit guten Tipps garnierten gelingenden Lernkultur angeregt werden.

Ein weiteres probates Mittel ist es, die Fachlehrer um Tipps und Hinweise zu bitten, um eine schulische Verbesserung zu ermöglichen. Die zentralen und wichtigen Voraussetzungen sind natürlich die gemachten Hausaufgaben, die auch in unserer Hausaufgabenbetreuung gemeistert werden können. Unser Fachtraining für die Klassenstufen 6 bis 9 sind natürlich auch eine unentgeltliche und qualifizierte Hilfestellung. Inzwischen haben wir vor allem für die Hauptfächer 11 Kurse an unserer Schule.

Es ist mitunter ein richtiger Spagat bzw. mutiger Drahtseilakt geworden, wie viel von Kinder verlangt werden kann. Vom harten preußischen Drill der vergangenen Jahrhunderte haben wir uns in unserer Gesellschaft gottlob weit entfernt, heute leben wir augenscheinlich eher das gegenteilige Bildungsideal der Beliebigkeit und des „laissez faire".

Zur Zeit stehen wieder die Grundschulempfehlungen an, die für mich nach wie vor einen hohen Stellenwert haben, obgleich diese nicht mehr verpflichtend sind. Denn die Aussagen der GrundschullehrerInnen sind zumeist mit sehr hohem Prozentsatz zutreffend. Trotz Gymnasial-Empfehlung scheuen Eltern immer noch ihre Kinder aufs Gymnasium zu schicken, weil sie ihnen Raum zur Muße und Ihnen viel Freizeit schenken wollen. Kinder sollen demnach mit viel Spaß und ohne große Anforderungen in die Schule gehen, weil das Leben insgesamt ja Spaß machen soll. Dahinter steckt eine Haltung, mit der wir uns geradezu zu Tode amüsieren (vgl. das gleichnamige Buch von Neil Postmann). Im neuen Buch von Michael Winterhoff („SOS Kinderseele") wird jedoch zurecht aufgezeigt, welch unglaublich große Gefahr besteht, wenn Kinder nur noch im sogenannten „Spaß-Modus" erzogen werden. Fähigkeiten und Begabungen liegen brach und werden nicht gefördert, weil sie nicht eingefordert worden sind. Schwerlich besteht man dann auch im Erwachsenenalter den Härtetest des Lebens im Berufsalltag, wenn man als „Wohlstandsknabe" nur gehätschelt oder verwöhnt worden ist, von einer personalen Beziehungsfähigkeit ganz zu schweigen. Erziehung im Elternhaus und in der Schule hat vielmehr die Aufgabe, das Kind zu einem mündigen und verantwortungsbewussten Erwachsenen reifen zu lassen.

Herzlichst Ihr Johannes Josef Miller


Elternbrief des Schulleiters (Dezember 2013)


Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen!
Der schulische Alltag mit Hektik und Anspannung hat uns wieder voll im Griff. Eine Klassenarbeit jagt die andere. Erste Referate und GFS-Arbeiten wurden bereits bewältigt. Unzählige Unterrichtsstunden wurden vorbereitet und durchgeführt. Korrekturen wollen rechtzeitig erledigt sein. Projekte und außerunterrichtliche Aktivitäten wie die Exkursionen nach Tarragona und Berchtesgaden sorgen für Abwechslung und erhöhen gleichzeitig allenthalben die Betriebsamkeit. Bei all dem werden die Tage kürzer, die Dunkelheit dieser Jahreszeit muss vermehrt ertragen werden. Der Biorhythmus sehnt sich nun verstärkt nach Entschleunigung und gemeinschaftlichem Wohlbefinden. Die begonnene Adventszeit bietet dafür Raum und Entfaltungsmöglichkeiten, vor allem in den Familien trotz all der Alltagshektik Zeit füreinander zu finden. Aber auch die Schulgemeinschaft nützt diese Tage zu Kulturcafé, Konzerten und Adventsmusik. Gleichzeitig könnten wir uns einmal mehr an unser Leitbild unseres Rosenstein-Gymnasiums erinnern, auf dass wir gerade in diesen Tagen und Wochen vermehrt sensibel und empathisch füreinander werden, uns noch stärker „offen, sozial und engagiert" zu begegnen und miteinander zu wirken. Diese Zeit ist für mich daher auch die Chance, uns gegenseitig nicht nur nach unseren Leistungen zu bewerten oder gar abzuwerten, sondern in einem jeden von uns, ob alt oder jung, ob Schüler, Eltern oder Lehrer, einen Menschen wahrzunehmen, der sich nach Anerkennung, Wertschätzung und harmonischer Gemeinschaft sehnt. Damit dies gelingen mag, muss jeder von uns bei sich selbst beginnen. Dadurch machen wir Änderungen und Wandlungen zum Besseren hin möglich. Daher dürfen wir uns durchaus selbst fragen:  „... wem kann ich zum Engel werden?" Von Herzen wünsche ich Ihnen besinnliche Adventstage und fröhliche Weihnachten! Herzlichst Ihr Johannes Josef Miller
P.S. Um die Vielfalt all unserer Aktivitäten kontinuierlich und adäquat würdigen zu können, sind diese zumeist seit dem Monat November im Amtsblatt der Verwaltungsgemeinschaft und auf unserer Homepage erwähnt und aktualisiert.


Elternbrief des Schulleiters (Oktober 2013)
 
Liebe Eltern, liebe Schülerinnen
und Schüler,
liebe Kolleginnen und
Kollegen des Rosenstein-Gymnasiums!


"Frisch gewagt ist halb gewonnen!"

Ein herzliches Willkommen zum neuen Schuljahr am Rosenstein-Gymnasium!
Erholsame Sommerferien liegen hinter uns. Das super schöne Wetter tat ein Übriges. Notwendige Brandschutzmaßnahmen im Schulgebäude wurden erledigt. Das Schulgebäude ist in den Ferien wieder blitzsauber geputzt worden. Den Hausmeistern und dem Putzpersonal sei gedankt! Die Stundenpläne können sich sehen lassen. Das Team mit meinem Stellvertreter Bernhard Abele, Abteilungsleiter Thomas Becker und Thorsten Groß hat treffliche Arbeit geleistet. Dafür herzlichen Dank! Zwei neue Kollegen dürfen wir an unserem Rosenstein-Gymnasium begrüßen: StR'in Verena Weber (Deutsch und Englisch) und OStR Andreas Flach (Deutsch, Geschichte und Gemeinschaftskunde), sowie StR Holger Hildebrand, der bereits am Schuljahresende zu uns gestoßen ist. Unseren neuen Kollegen ein herzliches Willkommen! Ebenso möchte ich unsere neuen Schüler willkommen heißen!

Manch einer hat vor dem neuen Schuljahr ein wenig Bammel. Auf Lehrerseite: Komme ich mit den neuen Klassen zurecht? Haben wir ein gutes Arbeitsklima? Kann ich meine Schüler begeistern Erreichen diese die erforderliche Leistung und den gewünschten Erfolg? Aber auch Schüler fragen an: Wie wohl fühle ich mich im neuen Schuljahr in meiner Klasse? Werde ich akzeptiert? Komme ich mit den Lehrern gut zurecht? Erreiche ich die gewünschten und erwarteten Zensuren und Noten? Fragen über Fragen. Unser Leitbild kann unserer Schulgemeinschaft und dem Einzelnen dabei eine hilfreiche Stütze sein: offen - sozial - engagiert. Es gilt auch im kommenden Schuljahr, dass wir das Leitbild und unsere Leitsätze als ein wichtiges Ideal vergegenwärtigen!
Doch zunächst ist das engagierte und nicht ein zögerliches Beginnen wichtig. Dazu gibt es einen herrlichen lateinischen Spruch des Dichters Horaz: „Dimidium facti, qui coepit, habet: sapere aude, incipe." (Wer begonnen hat, hat schon zur Hälfte gehandelt: wage weise zu sein, beginne!) Im ersten Teil des Spruchs zeigt sich, dass zwar aller Anfang schwer ist, wenn er indessen gewagt wird, dann ist dies schon die „halbe Miete"! Natürlich ist es nun wieder zu Schuljahresbeginn für alle Beteiligten wichtig, wieder in festen Strukturen und Riten zu leben, um all den Anforderungen gerecht werden zu können, die einem nun von neuem auferlegt werden.
Mir kommt dabei meine Erfahrung mit dem für mich gesundheitlich notwendigen Joggen in den Sinn: es ist für mich jedesmal geradezu eine immense Überwindung, mich auf die Strecke zu begeben und die ersten Meter zu bewältigen. Habe ich jedoch halbwegs meinen Laufrhythmus gefunden, ist es geradezu ein Leichtes, die anstehenden Kilometer zu schaffen. Dies lässt sich meines Erachtens gut auf die Situation des Lehrenden und Lernenden übertragen. Im zweiten Teil des Spruchs von Horaz werden wir zudem aufgefordert, bei all unserem Tun sich unseres Verstands zu bemühen, Dinge und manchmal auch Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen; eben auch dies zu reflektieren, was man lehrt oder als Vorgaben lernen muss. Vom Philosophen Kant wurde dieser Satz „sapere aude!" („Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!") als Grundlage für die Aufklärung gesehen, auf dass die selbstverschuldete Unmündigkeit überwunden werde. Der Bildungsauftrag eines Gymnasiums ist es geradezu, die Mündigkeit und die Eigenverantwortung eines Schülers zu fördern und bei den älteren Schülern auch einzufordern. Dazu gehörtselbstredend, die Freiheit des anderen zu respektieren und sozial kompetent im Gemeinschaftssinn zu agieren, wie wir dies in unserem Leitbild zum Ausdruck bringen.
Lasst uns also im Miteinander dieses neue Schuljahr angehen, die Qual des frühen Aufstehens-Müssen's als geteiltes Leid ansehen und gemeinsam unseren Wissensdurst stillen!

Auf ein gutes und erfolgreiches Schuljahr 2013/14! Ihr Johannes Josef Miller